Caritasverband soll das Jugendzentrum JuZe als Träger übernehmen
Die Kolpingsfamilie zieht sich zurück

Saerbeck -

Der Caritasverband soll als Träger das Jugendzentrum JuZe an der Industriestraße von der Kolpingsfamilie übernehmen. Das schlägt der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dem Gemeinderat für dessen Sitzung am Donnerstag vor.

Dienstag, 02.07.2019, 08:55 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 09:00 Uhr
Laut Bürgermeister Roos sei beabsichtigt, „Trägerschaft und Personal eins zu eins zu übernehmen“. Das Foto zeigt JuZe-Leiterin Gaby Grothaus-Schreiber (mit Besucher Ali).
Laut Bürgermeister Roos sei beabsichtigt, „Trägerschaft und Personal eins zu eins zu übernehmen“. Das Foto zeigt JuZe-Leiterin Gaby Grothaus-Schreiber (mit Besucher Ali). Foto: Alfred Riese

Die Verwaltung soll dann zum Jahresende die Verträge auch mit der Kirchengemeinde St. Georg abschließen.

Die politische Gemeinde würde damit einem Vorschlag der Kirchengemeinde entsprechen. Im Jahr 2004 gab St. Georg die Trägerschaft des offenen Jugendtreffs an die Kolpingsfamilie als katholischem Verband ab, die ihn seit Jahren als JuZe an der Industriestraße betreibt. Für die Kirchengemeinde komme „eine Übernahme der Trägerschaft nicht in Frage“, heißt es in einem Schreiben von dort. Zugleich bekundete der Caritasverband sein Interesse, die Trägerschaft zu übernehmen, und verwies dabei auf etliche bereits vorhandene Aktivitäten im Ort.

„ Die Kolpingsfamilie arbeitet bei der Trägerschaft des JuZe ehrenamtlich mit enorm hohem Zeitaufwand, Ehrenamtler leiten Hauptberufliche“, legte Bürgermeister Wilfried Roos in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses als Grund für den beabsichtigten Rückzug des katholischen Verbands nahe. „Wir finden es gut, dass ein Nachfolger für die offene Jugendarbeit als gemeindliche Aufgabe gefunden wurde“, erklärte Mechthild Lüggert für die UWG-Fraktion. Sie wollte außerdem wissen, was die Gemeinde für ihren aktuellen 71 000-Euro-Budget in Zukunft bekäme. „Keine Verschlechterungen oder Angebotskürzungen“, sagte Roos. Es sei beabsichtigt, „Trägerschaft und Personal eins zu eins zu übernehmen“.

Es sei „in all den Jahren gut gelaufen“, erklärte Roos, „wir bedauern den Rückzug der Kolpingsfamilie“. Zugleich sei ein Vorteil des Wechsel, dass der Caritasverband die Fachaufsicht und die Personalverwaltung übernehmen könne.

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