Übergabe des Entwicklungskonzepts für Saerbeck
Ein Masterplan auf 154 Seiten

Saerbeck -

Jetzt sind die Macher in der Bürgerschaft und im Rathaus gefragt. Knapp anderthalb Jahre nach dem Start hat das Münsteraner Büro Planinvent das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) am Dienstag im Rathaus übergeben.

Mittwoch, 03.07.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 12:50 Uhr
Projektesammlung für die Entwicklung Saerbecks bis 2030: Am Dienstag übergab Dr. Frank Bröckling (3. von rechts) vom Büro Planinvent gedruckte Exemplare des Ikek an (v.l.) Nico Menebröcker, Andreas Fischer, Wilfried Roos, Jost Sträter und Felix Wannigmann.
Projektesammlung für die Entwicklung Saerbecks bis 2030: Am Dienstag übergab Dr. Frank Bröckling (3. von rechts) vom Büro Planinvent gedruckte Exemplare des Ikek an (v.l.) Nico Menebröcker, Andreas Fischer, Wilfried Roos, Jost Sträter und Felix Wannigmann. Foto: Alfred Riese

Es ist auf 154 Seiten einerseits ein Art Masterplan für „Saerbeck 2030“, andererseits bietet es ein Gerüst für die eigene Weiterentwicklung. Viele Bürger haben sich in einer Reihe von Workshops und Foren eingebracht bei der Suche nach Stärken und Schwächen des Dorfs und der Bauerschaften, nach Projektideen für Verbesserungen und nach dem Rahmen, in dem das alles laufen soll.

„Die Idee ist, dass der Prozess im Dorf bleibt und weiterläuft“, erklärte bei der Übergabe Dr. Frank Bröckling vom Büro Planinvent. Ab sofort soll eine Koordinierungsgruppe Umsetzung und Weiterentwicklung des Ikek in die Hand nehmen. Hier sind neben den Paten bereits aufgeführter Projekte und der Verwaltung als Hilfesteller und Dienstleister auch Vereine, Verbände oder einzelne Bürger willkommen, lud Bauamtsleiter Andreas Fischer zum Mitmachen ein. Die Koordinierungsgruppe soll auch neue Ideen aufnehmen.

Einerseits bietet das Ikek einen Überblick und großen Rahmen unter dem Leitsatz „Saerbeck – nachhaltig und lebenswert für alle“. Andererseits setzt es Schwerpunkte und enthält eine Reihe sehr konkreter Projektvorschläge. Das Heidegebiet Bertlings Haar in Sinningen als Naherholungsgebiet „erfahrbar“ machen ist eines. Der Bau eines Bewegungsparcours zum Beispiel am Mehrgenerationenhaus oder die Gestaltung der Verkehrskreisel sind weitere. Im größeren Maßstab geht es um Leitprojekte wie die Aufwertung des Ortskerns, ein neues Mobilitätskonzept, die Grünflächengestaltung und Bäume, aber auch die Entwicklung des Jugendzentrums JuZe und seiner Räume. „Dieses Konzept soll jetzt nicht im Schrank verstauben, sondern mit Leben gefüllt werden“, sagte Bürgermeister Wilfried Roos .

Demnächst steht ein Gespräch bei der Bezirksregierung an, um Förder- und Zuschussmöglichkeiten abzuklopfen, kündigte Roos an. Gerade bei der Gestaltung des Ortskerns gebe es „substanzielle Ansätze“, erklärte Bauamtsleiter Fischer. Roos und Bröckling waren sich einig, dass das Ikek die Chancen auf Fördermittel für einzelne Maßnahmen erhöhen kann.

Klarheit über Fördermöglichkeiten soll herrschen, bevor der Gemeinderat in seinen nächsten Haushaltsberatungen über die Prioritäten entscheidet und damit festlegt, was als erstes angegangen werden soll, sagte Roos. Das allererste ist schon beschlossen und steht für die Sommerferien an: der Bau einer Fußgängerampel an der Emsdettener Straße in Höhe des Teigelkamp-Parkplatzes.

Es komme allerdings auch auf die Nachhaltigkeit des Engagements in der Bürgerschaft an, stellten der Planer, die Rathausmitarbeiter und als Vertreter des Gemeinderats Felix Wannigmann (SPD) und Jost Sträter (Grüne) klar, etwa bei der Pflege von Blumenwiesen auf Verkehrsinseln und in Baumscheiben oder bei Vorhaben von Vereinen. Von einem „Teamspiel im Dorf“ sprach Planer Bröckling.

Mitstreiter gesucht

Wer in der Koordinierungsgruppe mitarbeiten möchte, kann sich im Bauamt bei Nico Menebröcker ( 0 25 74/8 92 97, E-Mail: nico.menebroecker@saerbeck.de) melden. Das vollständige Ikek soll alsbald auf der Rathaus-Homepage zum Download bereitstehen.www.saerbeck.de.

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