Gemeinde ehrt Meike Terlutter für ihre „Jugend forscht“-Erfolge
Das war der richtige Konter

Saerbeck -

„Eine Lehrerin – ich sag keinen Namen – hatte mit mal gesagt, ich hätte keinerlei biologisches Potenzial“, sagt Meike Terlutter mit einem Lächeln. Sie sitzt im Rathaus und wird vom Bürgermeister für ihren Erfolg beim Wettbewerb „Jugend forscht“ auf Bundesebene geehrt. In welcher Kategorie? Biologie natürlich!

Samstag, 13.07.2019, 11:00 Uhr
Meike Terlutter, eingerahmt von Bürgermeister Wilfried Roos (r.) und Maarten Willenbrink, kommissarischer Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule.
Meike Terlutter, eingerahmt von Bürgermeister Wilfried Roos (r.) und Maarten Willenbrink, kommissarischer Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule. Foto: Jan-Philipp Jenke

Mitte Mai erhielt sie in Chemnitz für ihre Untersuchungen über die Libellenfauna am Saerbecker Hanfteich einen Sonderpreis (diese Zeitung berichtete). „Bei 190 Teilnehmern auf Bundesebene insgesamt und circa 30 Projekten in Biologie eine bemerkenswerte Leistung“, betonte Maarten Willenbrink , kommissartischer Leiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG), der seiner mittlerweile Ex-Schülern – am vergangenen Samstag bekam Maike Terlutter ihr Abi-Zeugnis – ebenfalls gratulierte.

„Es ist selten, dass jemand so weit nach vorne kommt“, überbrachte Bürgermeister Wilfried Roos die Gratulation der Gemeinde: „So mit der Schullaufbahn abzuschließen, darauf können Sie stolz sein.“ Er überreichte der jungen Saerbeckerin eine Blume, einen Buch-Gutschein und eine handliche Solarzelle für den alltäglichen Gebrauch. Diese und weitere Exemplare stellte Dr. Donald Wu, Batterieunternehmer aus Taiwan, Roos bei der Inbetriebnahme des Enerprax-Forschungsprojektes mit NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im Bioenergiepark zur Verfügung. „Einfach in die Sonne legen, laden und eine Nachttischlampe oder ähnliches anschließen“, erklärte Ross und ergänzte, dass Lade- und Einsatzzeit 1:1 seien.

Maike Terlutter, die nach dem Abi erstmal in Münster Geowissenschaften studiert und dann gerne in den Studiengang Landschaftsökologie reinkommen möchte, hat mit ihrer Forschung am Hanfteich mit zwölf Jahren begonnen. MKG-Schulleiter Maarten Willenbrink hob den „ungeheuren Mehraufwand“ hervor, den Schüler und Lehrkräfte generell im Rahmen von „Schüler experimentieren“ beziehungsweise „ Jugend forscht “ betreiben. „Die Arbeit fängt zu Hause erst richtig an.“ Um den Schülern mehr Raum für diese Aufgabe zu geben, bietet die Gesamtschule ab dem kommenden Schuljahr eine „Jugend forscht“-AG an. „Wir wollen mehr Schüler motivieren, an dem Wettbewerb teilzunehmen“, so Willenbrink. Maike Terlutter könne in diesem Rahmen mal als „Best-Practice-Beispiel“ zeigen, dass es sich lohnt, von klein auf zu forschen.

Gerne möchte die Saerbeckerin ihre Arbeit öffentlich präsentieren. Bürgermeister Roos sprach direkt die Einladung aus, dies im nächsten Planungs-, Bau-, Umwelt- und Klimaausschuss zu tun. Den Termin, 18. September, notierte sich Maike Terlutter sofort. Jetzt muss sie das ganze Thema nur noch in einem 15- bis 20-minütigen Vortrag zusammenfassen.

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