Zehn Jahre Vater-Kind-Zelten an der Buddenkuhle
„Unser Plan ist, keinen Plan zu haben“

Saerbeck -

Einfach mal Zeit für- und miteinander haben, kein Stress, kein Programm: Das ist das Rezept für das Vater-Kind-Zelten an der Buddenkuhle, das den Campern mittlerweile seit zehn Jahren planlos Spaß macht.

Samstag, 13.07.2019, 06:00 Uhr
Absichtlich seit zehn Jahren planlos und mit jeder Menge Spaß dabei: die Teilnehmer des Vater-Kind-Zeltens an der Buddenkuhle.
Absichtlich seit zehn Jahren planlos und mit jeder Menge Spaß dabei: die Teilnehmer des Vater-Kind-Zeltens an der Buddenkuhle. Foto: Christian Kälker-Ortmeier

Wofür die Zeitung doch gut ist: Zum Beispiel als Kostüm für den Spontan-Wettbewerb „Buddenkuhles next Top-Model“. Ein Poseidon mit flatternden Schuppen und Dreizack war dabei und eine Freiheitsstatue in Vierfarbdruck, viel Lachen und Applaus an den Seiten des Laufstegs auf dem Campingplatz am See in Saerbecks Nachbarschaft auch.

Wer macht so etwas? Männliche Elternteile mit ihrem Nachwuchs, die jetzt die zehnte Auflage ihres Vater-Kinder-Zeltens feierten. Beim Camping natürlich an der Buddenkuhle. Viele der Väter und Kinder waren vor elf Jahren bei einem, wie sie fanden, durchgeplanten Vater-Kind-Wochenende in der evangelischen Jugendbildungsstätte in Nordwalde dabei. War schön da, dachten sich damals Markus Pflips und Marcus Goeke, aber alles straff organisiert. Zusammen mit fast 20 weiteren Vätern und mehr als 30 Kindern sagten sie sich: „Das können wir auch selbst machen - aber unser Plan ist, keinen Plan zu haben.“

Das war nun zum zehnten Mal das Motto für ein Wochenende. Nachmittags ab ins Auto und zum Campingplatz, aufbauen, spontan Spaß haben. Okay, Essen und Getränke sollte man dahaben, und einen Spüldienst braucht es auch. Ansonsten herrschte aber wilde und freie Zeltlager-Atmosphäre am Wasser.

Was für das Konzept spricht: Viele Väter und Kinder sind von Anfang an dabei, machen jedes Jahr wieder mit, immer drei Tage am letzten Wochenende vor den Sommerferien. Was auch für das Konzept spricht, sagen die Kinder, die doch ganz schön groß geworden sind über die Jahre. Sie mögen die „coole Gesellschaft“, die „netten Leute“, den See hinterm Zelt und „dass die Väter so entspannt sind“. Die dürfen noch mitkommen, verrät ein Junge mit einem Augenzwinkern, „weil sie die Zelte aufbauen, das Essen machen und Geld für den Kiosk geben“. Unbezahlbar dürfte hingegen die gemeinsame Zeit am Zelt sein.

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