Saerbecker Pfadfinder brechen zum „World Scout Jamboree“ in die USA auf
Bockwürstchen für die Weltjugend

Saerbeck -

Wer möchte, kann auf Instagram zusehen, was die Saerbecker Celina Hochbaum (15 Jahre), Timo (15), sein Vater Peter Mersmann und aus Reckenfeld Lutz Wenselowski (16) ab diesem Freitag bis zum 1. August in den Ferien in West Virginia in den USA erleben. Die vier sind Pfadfinder und stürzen sich in die 24. „World Scout Jamboree“, das Welt-Pfadfindertreffen alle vier Jahre.

Donnerstag, 18.07.2019, 09:30 Uhr
Sind für alles bereit: Timo Mersmann, Celina Hochbaum und Peter Mersmann (von links), Saerbecker Pfadfinder kurz vor dem Abflug zur „World Scout Jamboree“ in West Virginia/USA. Es fehlt auf dem Foto Lutz Wenselowski aus Reckenfeld.
Sind für alles bereit: Timo Mersmann, Celina Hochbaum und Peter Mersmann (von links), Saerbecker Pfadfinder kurz vor dem Abflug zur „World Scout Jamboree“ in West Virginia/USA. Es fehlt auf dem Foto Lutz Wenselowski aus Reckenfeld. Foto: Alfred Riese

45 000 Scouts aus 150 Ländern kommen im „Summit Bechtel Reserve“ im Nordosten der Vereinigten Staaten zusammen unter dem Motto „unlock a new world“, in etwa: „Öffne eine neue Welt“. Wie die drei anderen steckt Celina für diese globale Zusammenkunft schon in der blauen Kluft, auf der die Weltbund-Lilie prominenter rüberkommt als das Nationalitäten-Kennzeichen. Die Saerbeckerin hat allerdings eine zusätzliche Aufgabe: Sie hat die Öffentlichkeitsarbeit für die 36 Köpfe große Unit Niedersachsen III mit übernommen. Vielleicht als erstes erklärungsbedürftig: Weshalb hat dieser Teil der 1300 Pfadfinder aus Deutschland sich den Unit-Namen „ Otto Waalkes “ gegeben und zeigt einen Ottifanten auf dem Arm-Aufnäher? Die Antwort folgt sicherlich noch.

Was Celina, Timo, Lutz und Peter schon wissen über das, was sie in West Virginia erwartet: Wildwasser-Rafting, Bogenschießen, Mountain-Biking, Wandern, Klettern. „Ein Wahnsinns-Programm“, findet Mutter Ramona Hochbaum, die kurz vor dem Abflug irgendwie aufgeregter wirkt als ihre Tochter. Vielleicht liegt es ja an der ebenfalls schon bekannten Aussicht auf eine volle acht Kilometer lange Zip-Line, eine freischwebende Seilrutsche hoch über der Landschaft.

Sollten die drei Saerbecker und der Reckenfelder das heile überstehen, haben sie mit ihrer Unit den Kultur-Tag auf der Agenda. Nach den Vorbereitungstreffen dieser Gruppe steht fest: Sie wollen ihre Gegend von Deutschland mit Bockwürstchen und Kartoffelsalat vorstellen, erzählt Celina. Das wäre dann allerdings wohl nur ein erster Schritt beim Anliegen der „World Scout Jamboree“: junge Menschen aus der ganzen Welt zusammenbringen, um Frieden und gegenseitiges Verständnis voranzubringen. Dazu gehören in West Virginia für die 14- bis 17-jährigen Teilnehmer auch Nachhaltigkeit und Soziales. Im Idealfall geht es um weltweite, lebenslange Freundschaft.

„Man freut sich, aber ist auch aufgeregt“, sagt Celina kurz vor dem Abflug. Und: „Wir lassen uns einfach darauf ein.“ Das ist echt pfadfinderisch, wie es sich gehört für jemanden, der seit den Wölflingen dabei ist. Und das Risiko ist überschaubar, wenn man unter 45 000 hilfsbereiten Pfadfindern ist.

Wem das alles bekannt vorkommt: Die Familien Hochbaum und Mersmann hatten auf dem jüngsten Adventsmarkt eine Hütte und verkauften selbst Produziertes, um für die Unit Niedersachsen III eine Ausflugstour zu den Niagara-Wasserfällen mit zu finanzieren.

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Celina Hochbaum berichtet vom „World Scout Jamboree“ auf Instagram unter celina_wsj2019 und in dieser Zeitung.

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