Beim Graffiti mit dem Tagtool kommt es auf Teamwork an
Ein Einblick in die digitale Malerei

Saerbeck -

„Wir möchten den Kindern einen Einblick in die digitale Malerei bieten“, so Birgit Dresemann, freischaffende Künstlerin. Zusammen mit Ehemann Uwe Dresemann brachte sie neun Kindern bei, was es heißt, mit animierter und temporärer Kunst umzugehen.

Montag, 29.07.2019, 18:33 Uhr aktualisiert: 30.07.2019, 15:32 Uhr
Um den Namen unserer Zeitung zu kreieren, benötigte es Teamarbeit, um Farbe, Schrift und Position zu entwerfen.
Um den Namen unserer Zeitung zu kreieren, benötigte es Teamarbeit, um Farbe, Schrift und Position zu entwerfen. Foto: Belinda Raffel

„Das ist eine Kooperation zwischen dem Mischpult, dem Grafik-Tablet und dem Spiele-Controller“, so Uwe Dresemann . Bevor es an das Zeichnen mit den Geräten ging, wurde auf die altmodische Variante mit Stift und Papier gesetzt, um erstmal Ideen zu entwickeln.

Auf dem Grafik-Tablet wurde gemalt, geschrieben oder gezeichnet, und das Ergebnis mit dem Beamer an die Wand gebracht. Von Schriftzügen über Wolken und Gesichter bis hin zu Regenbögen: Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Am Mischpult – oder auch Tagtool – konnten Stiftstärke, Transparenz, Helligkeit, Sättigung, Ausblendungen und Farben eingestellt werden. „So gesehen hat derjenige am Tagtool die Macht über das, was derjenige am Grafik-Tablet zeichnet. Er kann entschieden, wie, wo und ob es angezeigt wird“, erklärte Uwe Dresemann.

Über den Spiele-Controller konnten die Kunstwerke bewegt werden: nach oben, unten, vorne, hinten, links und rechts. Um also ein Bild zu erstellen, war Teamarbeit gefordert. „Die Zusammenarbeit ist das A und O. Man kann zusammen etwas Tolles kreieren, man kann sich aber auch gegenseitig hindern“, sagte Birgit Dresemann . Dank der Animationsmöglichkeiten könne man Menschen mit in die Kunstwerke einbinden und auf diese Weise ganze Geschichten erzählen.

Ursprünglich kommt die Lichtmalerei aus der Theaterbranche, da sie oft für bewegliche Bühnenbilder genutzt wurde. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder nicht nach Perfektionismus streben, sondern ihre eigene Kreativität entfalten und das Medium erleben“, betonte die freischaffende Künstlerin.

Birgit und Uwe Dresemann haben ein Atelier in Greven und werden oft für Kooperationen gebucht. Kerstin Ahlert, Ferienspaßkoordination, buchte beide im Rahmen des NRW-Kulturrucksacks. Dieser ist ein Programm des Landes Nordrhein-Westfalen, um die Kommunen zu bestärken, attraktive Angebote für Zehn- bis 14-Jährige auf die Beine zu stellen. Dabei sollen die Jugendlichen die Kultur- und Bildungslandschaft näher kennenlernen, und vor allem die eigene Kreativität soll bereichert werden. Der Ferienspaß bietet in diesem Jahr sieben Veranstaltungen im Rahmen des Kulturrucksacks an.

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