Dankeschön-Abend für Unterstützer des Eine-Welt-Kreises
Nächstes Ghana-Projekt in Planung

Saerbeck -

Die Partnerschaft zwischen der St.-Georg-Pfarrgemeinde in Saerbeck und St. Theresa in Damongo in Ghana hat Wurzeln geschlagen, die sich allmählich ausbreiten. Dieses Bild vermittelte der Dankeschön-Abend, den der Eine-Welt-Kreis von St. Georg kürzlich für Spender und Unterstützer veranstaltete.

Dienstag, 30.07.2019, 09:35 Uhr aktualisiert: 30.07.2019, 09:40 Uhr
Mitglieder des Eine-Welt-Kreises St. Georg und Spender und Unterstützer aus Saerbeck kamen bei einem Dankeschön-Abend zusammen.
Mitglieder des Eine-Welt-Kreises St. Georg und Spender und Unterstützer aus Saerbeck kamen bei einem Dankeschön-Abend zusammen. Foto: Alfred Riese

Dabei kündigte Andreas Holtmann als Sprecher des Kreises an, dass Anfang nächsten Jahres zum zweiten Mal eine Gruppe aus Saerbeck die afrikanische Partnergemeinde besuchen will. Mit dabei seien dann auch neue Mitfahrer, zum Teil aus den Gruppen, die bisher gespendet haben. Das Interesse scheint geweckt.

Das dürfte auch an den lebendigen Schilderungen aus erster Hand liegen, mit denen die Mitglieder des Eine-Welt-Kreises seit ihrem ersten Besuch in Damongo im Jahr 2016 ihre Anliegen präsentieren. Die Spender und Unterstützer aus dem Kirchenchor St. Georg, der Frauengemeinschaft KFD, dem Kolping-Blasorchester (KBO) und dem Kirchen-Café brachten Andreas Holtmann und seine Mitstreiter jetzt auf den neuesten Stand.

Eine selbst gestellte Aufgabe der Partnergemeinde, die Organisation von Schulbildung, haben die Saerbecker mit der Finanzierung für den Bau eines Küchenpavillons für eine Grund- und Mittelschule unterstützt. Er ersetzt eine offene Feuerstelle. Mahlzeiten, erklärte Andreas Holtmann, seien für Eltern eine Motivation, ihre Kinder über oft sehr lange Wege überhaupt erst zur Schule zu schicken. Ohne Englisch hätten die Kinder kaum Perspektiven.

Zusammen mit dem internationalen katholischen Hilfswerk Missio halfen Spenden aus Saerbeck beim Um- und Anbau der Gemeindekirche. Sie werde, stärker als hier, als Versammlungsraum und sozialer Treffpunkt genutzt, erklärte Andreas Holtmann. Bei zehn Prozent Katholiken in der Bevölkerung und aktiven Stammesreligionen und muslimischen Gemeinden wolle man als Kirche mithalten können, beschrieb er die Situation und die Ambitionen in Ghana.

Ein Teil der Spenden aus Saerbeck fließt in das Vincent-und-Paul-Hilfswerk in St. Theresa, das mit einer Pfarrcaritas vergleichbar ist und sich besonders um alleinstehende Frauen kümmere. Auch werden zwei Mädchen bei den Kosten des Schulbesuchs unterstützt.

Theresa und Claudia aus Damongo bedanken sich für die Unterstützung mit Schulgeld.

Theresa und Claudia aus Damongo bedanken sich für die Unterstützung mit Schulgeld. Foto: privat

Als nächstes größeres Projekt steht der Bau eines Multifunktionsgebäudes in einer Außenstelle der St.-Theresa-Gemeinde an, 24 Kilometer über schwierige Wege vom Zentrum entfernt, erläuterte Andreas Holtmann. Es soll Krankenstation, Beratungsstelle und Versammlungsraum sein. Den Grundriss konnten sich die Unterstützer beim Dankeschön-Abend schon ansehen. Das Geld sei auch schon vor Ort, sagte Andreas Holtmann.

Das jüngste Projekt des Eine-Welt-Kreises St. Georg in der Partnergemeinde St. Theresa in Damongo/Ghana: der Bau einer Krankenstation mit Versammlungsraum in einer abgelegenen Außenstelle.

Das jüngste Projekt des Eine-Welt-Kreises St. Georg in der Partnergemeinde St. Theresa in Damongo/Ghana: der Bau einer Krankenstation mit Versammlungsraum in einer abgelegenen Außenstelle. Foto: privat

„Wenn man nach Damongo fährt und die Dinge sieht, dann nimmt man die Lebensverhältnisse in Deutschland nachher anders wahr. Wenn wir hier stöhnen, weil der Rasen im Sommer braun wird, dann ist dort die Bewässerung der Äcker überlebenswichtig“, formulierte Andreas Holtmann eine bleibende Erkenntnis aus seinem eigenen Aufenthalt in der Partnergemeinde. Trotzdem: „Die Menschen dort leben ganz normale Leben.“ Die gegenseitigen Besuche, die Anfang nächsten Jahres in die zweite Runde gehen, seien wichtig, „um es selbst zu sehen und danach davon zu erzählen“.

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