Eichenprozessionsspinner-Plage in Saerbeck
Ein utopisches Vorhaben

Saerbeck -

Der Eichenprozessionsspinner hat wie in so vielen Städten und Gemeinden im Münsterland auch in Saerbeck sein Unwesen getrieben. Die gute Nachricht vorweg: Der Spuk scheint – zumindest für diesen Sommer –, vorbei zu sein.

Freitag, 02.08.2019, 10:00 Uhr
An dieser Eiche befindet sich nur ein Nest. An manchen Bäumen in Saerbeck wurden 50, 60 Nester entdeckt, so Ordnungsamtsleiterin Ines Heilemann.
An dieser Eiche befindet sich nur ein Nest. An manchen Bäumen in Saerbeck wurden 50, 60 Nester entdeckt, so Ordnungsamtsleiterin Ines Heilemann. Foto: Klaus Meyer

„Seit zwei Wochen haben wir keine Meldung mehr von Bürgern über unsere Homepage erhalten“, sagt Ordnungsamtsleiterin Ines Heilemann . Der richtige Zeitpunkt also, um eine vorläufige Bilanz zu ziehen.

Wie viele Nester des Eichenprozessionsspinners auf Saerbecker Gebiet entdeckt und entfernt wurden, kann Ines Heilemann nicht benennen. „Wir wollten am Anfang zählen. Doch das war utopisch.“ Schließlich hätten sich an manchen Bäumen 50, 60 Nester befunden. Nach Meinung der Ordnungsamtsleiterin waren es mehr Nester als im Vorjahr. „Jede zweite Eiche im Gemeindegebiet war betroffen.“

Im Ortskern seien alle Nester auf öffentlichen Flächen entfernt worden. Lediglich in den Außenbereichen hingen derzeit noch Nester oben in den Baumzipfeln. Alles zu entfernen, sei nicht möglich. Mitarbeiter des gemeindlichen Baubetriebshofs und zwei beauftragte Spezialunternehmen, mit denen die Gemeinde seit Jahren zusammenarbeitet, spürten die Raupen und Nester auf öffentlichen Flächen frühzeitig auf und beseitigten diese. „Der Bauhof kann das nicht alles alleine schaffen. Die Arbeit mit den externen Firmen lief reibungslos“, erklärt Ines Heilemann.

In allen sensiblen öffentlichen Bereichen wie Kindergärten, Schulen, Haltestellen und Sportanlagen wurden regelmäßige Sichtkontrollen vorgenommen, um direkt geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung einleiten zu können.

Über die Kosten kann die Ordnungsamtsleiterin zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben. „Es liegen noch nicht alle Rechnungen vor.“

Dass jemand in Saerbeck in Kontakt mit den Härchen des Eichenprozessionsspinners gekommen sei und chronisch erkrankt oder extrem reagiert hätte, sei Ines Heilemann nicht zu Ohren gekommen. „Nur Juckreiz“, betont sie. Überdies erklärt sie, dass nicht nur der Eichenprozessionsspinner dafür verantwortlich sei, sondern auch die Kriebelmücke und die Grasmilbe.

Wie geht es in Zukunft mit dem Eichenprozessionsspinner weiter? „Es gibt kreisweite Gespräche, wie man in Zukunft vorgehen will. Das soll einheitlich laufen“, sagt Ines Heilemann. Es gebe mehrere Ideen, auf die sie aber noch nicht näher eingehen wolle. Die nächste Gesprächsrunde ist für September angesetzt.

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