Kita Emilia betreibt einen Acker
Möhren, Salat und Co. vom eigenen Feld

Saerbeck -

Die Kita Emilia ist unter die Selbstversorger gegangen – teilweise zumindest, aber mit ökologischem und pädagogischem Hintergrund.

Donnerstag, 22.08.2019, 18:20 Uhr
Kinder aus der Kita Emilia auf ihrem Acker mit Setzlingen und Früchten in der Hand, dahinter (von links) Anja Biedermann (Ackerdemia e.V.), Andre Dolle (Sparkasse), Kita-Leiterin Tanja Wermers und Sparkassen-Azubi Lea-Sophie Westers.
Kinder aus der Kita Emilia auf ihrem Acker mit Setzlingen und Früchten in der Hand, dahinter (von links) Anja Biedermann (Ackerdemia e.V.), Andre Dolle (Sparkasse), Kita-Leiterin Tanja Wermers und Sparkassen-Azubi Lea-Sophie Westers. Foto: Alfred Riese

Auf 150 Quadratmetern der Familie Hinnemann an der Riesenbecker Straße kümmern sich die Kinder seit dem Frühjahr um Kürbisse, Tomaten, Gurken, Möhren, Salat und mehr. „Acker-Kita“ nennt der Kindergarten sein Projekt, dass auch im Wortsinn Früchte trägt.

Nach dem Umgraben, Pflanzen und Pflegen ist bei Salat, Zucchini und Kartoffeln die erste Ernte eingefahren. Sie landete als Rohkost auf den Tellern in der Kita, in Gemüsesuppe oder Salatschalen. Was nicht von den Kindern aufgemampft wurde, konnten Eltern mit nach Hause nehmen.

Fachverstand in mehrfacher Hinsicht bringen Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche des Vereins Ackerdemia (Berlin) mit. Der Verein hat sich Wertschätzung für Natur und Lebensmittel auf die Fahne geschrieben. „Ackern schafft Wissen“ ist das Motto des praxisorientierten Bildungsprogramms „Gemüse-Ackerdemie“. „Wir versuchen, die Entfremdung von der Lebensmittelproduktion aufzuheben und wieder eine Verbindung herzustellen zwischen Menschen, ihrem Essen und dessen Entstehen“, erklärt Anja Biedermann von Ackerdemia den Ansatz. Sie und einige Studenten als Helfer arbeiten mit den Emilia-Kinder vor Ort. Kita-Leiterin Tanja Wermers hat beobachtet, dass Kinder viel experimentierfreudiger auch in ungewohnte Gemüsesorten beißen, wenn sie vom eigenen Acker kommen.

Andre Dolle, Leiter des Beratungs-Centers der Sparkasse, bekam zum Probieren eine gelbe Tomate in die Hand gedrückt. „Schmeckt super“, fand er. Sein Geldinstitut unterstützt das Acker-Kita-Projekt mit 1000 Euro. Er begrüßt, dass die Kinder so auch den Wert von Lebensmitteln schätzen lernen.

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