Saerbecker Spenden finanzieren Operation
Hoffnung für die zehnjährige Pramila

Saerbeck -

Es ist ein tragisches Schicksal, das der zehnjährigen Pramila im indischen Siddayapalem schon das ganze Leben schwermacht. Doch nun gibt es Hoffnung, dass der verschlossene Darmausgang operiert werden kann. Das Geld dafür kommt aus den Spenden von Saerbeckern für Hilfsprojekte von Pfarrer Ramesh Chopparapu. Der kommt selbst aus Siddayapalem und ist in diesem Sommer wieder dort.

Dienstag, 10.09.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 09:29 Uhr
Saerbecker Spenden finanzieren Operation: Hoffnung für die zehnjährige Pramila
Durch eine Wunde im Bauchbereich gibt Pramila derzeit den Urin von sich. Durch Bakterien entzündet sich diese Wunde immer wieder. Foto: privat

Krankheiten, egal welcher Art, sind für die ganze Familie stets eine große Belastung. Erleichternd ist es dann, wenn eine Krankheit medizinisch behandelt werden kann. Noch schlimmer macht es die Krankheit, wenn eine solche Behandlung zwar möglich wäre, sie aber zu kostspielig ist und daher nicht durchgeführt werden kann. So erging es bisher Pramila, zehn Jahre alt und aus Indien. Das Kind lebt in Siddayapalem, wo auch Pfarrer Ramesh Chopparapu herkommt. Die Geschichte des Mädchens erschütterte den Pfarrer, der in St. Georg in Saerbeck arbeitet und im Sommer regelmäßig in sein Heimatland Indien zurückkehrt, jetzt sehr.

Pramila ist mit einer Krankheit zur Welt gekommen. Ihr Darm hat sich im Mutterleib nicht korrekt entwickelt. Sie verfügt über keine Öffnung am Po, durch die sie etwas ausscheiden kann. Stattdessen hat sie eine Wunde im Bauchbereich. Durch diese Wunde gibt sie derzeit den Urin von sich. Durch die Bakterien darin entzündet sich diese Wunde immer wieder und schmerzt dauerhaft. Die Krankheit, die Pramila bereits seit zehn Jahren belastet, verursacht einen sehr schlechten Geruch. „Die Wunde stinkt und das ganze Mädchen stinkt daher. Deswegen kann sie nicht zur Schule gehen“, erzählt Ramesh Chopperapu . Keine Schule habe sie bisher aufgenommen.

Von den Eltern verlassen

Das Schicksal dieses Mädchens, das sich eine Operation nicht leisten kann, ist äußerst tragisch. Allerdings trifft es das Kind noch schlimmer: Ihre Eltern haben sie verlassen. Ramesh Chopparapu erklärt: „Da sie weiter weg Arbeit finden konnten und noch drei gesunde Kinder haben, war es ihnen zu aufwendig und kostenintensiv, das Kind mitzunehmen. Zum Glück konnte sie mittlerweile bei ihrer Großmutter unterkommen.“

Die zehnjährige Pramila hat von Geburt an einen geschlossenen Po. Mit Hilfe von Spendengeldern aus Saerbeck für Hilfsprojekte von Pfarrer Ramesh Chopparapu (rechts) kann sie operiert werden.

Mit Hilfe von Spendengeldern aus Saerbeck für Hilfsprojekte von Pfarrer Ramesh Chopparapu (rechts) kann die Zehnjährige Pramila operiert werden. Foto: privat

Die Großmutter wandte sich nun hilfesuchend an den Pfarrer aus St. Georg. Dieser führte bereits ein Gespräch mit einer 400 Kilometer entfernten Spezialklinik: „Hier kann das Kind wahrscheinlich nächste Woche operiert werden.“ Falls die Operation problemlos verläuft und die Wunde an Pramilas Bauch abheilt, könne sie nach circa sechs Monaten zur Schule gehen. Die Kosten für die Operation werden mit Spendengeldern aus der Pfarrgemeinde St. Georg finanziert.

Auch mit den Eltern hat Ramesh Chopparapu gesprochen. Eine Einigung oder Einsicht konnte bisher jedoch wohl noch nicht herbeigeführt werden. Pramila wird derzeit von Ordensfrauen unterstützt.

Weitere Hilfsprojekte

Auf die Reaktion hin, dass es sehr schön sei, dass der Pfarrer dem Mädchen helfen könne, antwortete dieser: „Nein, ich finde es schön, dass die Saerbecker helfen.“

Ich finde es schön, dass die Saerbecker helfen.

Pfarrer Ramesh Chopparapu gibt den Dank aus Indien weiter an die Spender in Saerbeck

Die weiteren Projekte von Pfarrer Ramesh Chopparapu sind ebenfalls sehr erfolgreich verlaufen. Eine Suppenküche wurde jetzt eröffnet, Kinder erhielten Schulmaterial.

Saerbecker-Spenden-finanzieren-Operation-Hoffnung-fuer-die-zehnjaehrige-Pramila_image_1024_width

Bei der Verteilung der Schulhefte erhielt Pfarrer Ramesh Chopparapu laute Jubelrufe der Eltern und Kinder. Auch Schultaschen und Schreibmaterialien verteilte er. Auf den Heften ist das Saerbecker Wappen zu erkennen. Foto: privat

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6913630?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Hoeneß wütet wie in den 80er-Jahren
Uli Hoeneß 
Nachrichten-Ticker