Renault Zoe-Ausleihe über App / Fahrzeugpaten gesucht
E-Mobilität probeweise erleben

Saerbeck -

Bei der Ausleihe des Renault Zoe starten Verwaltung und Politik einen neuen Versuch. Das elektrische Dienstfahrzeug der Gemeinde soll übers Wochenende an Bürger, Mitarbeiter der Verwaltung und Mitglieder des Fördervereins Klimakommune ausgeliehen werden, um Elektromobilität erlebbar zu machen.

Freitag, 20.09.2019, 12:00 Uhr
Der weiße Renault Zoe, hier auf dem Parkplatz gegenüber dem Rathaus, ist der erste Elektro-Dienstwagen der Gemeindeverwaltung und soll zum Testen vielleicht bald ausleihbar sein.
Der weiße Renault Zoe, hier auf dem Parkplatz gegenüber dem Rathaus, ist der erste Elektro-Dienstwagen der Gemeindeverwaltung und soll zum Testen vielleicht bald ausleihbar sein. Foto: Alfred Riese

Während der erste Anlauf im Mai an der Umsetzung scheiterte, sollen nun eine App und Fahrzeugpaten dabei helfen.

Der Planungsausschuss gab am Mittwochabend grünes Licht für eine einjährige Testphase, in der eine einmalige Nutzung möglich sein soll, und die Bereitstellung von 1500 Euro. Der Rat muss dies in der kommenden Woche noch bestätigen. Die App kommt von der Firma Mobilesdorf, die Gründer Clemens Wernsmann im Ausschuss im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Förderung der Mobilität im ländlichen Raum vorstellte. Die Zoe-Ausleihe wäre dabei ein erster Schritt.

Amtsleiter Jürgen Hölscher machte deutlich, dass viel Aufwand dahinter stecke: Der Förderverein Klimakommune wird die App pflegen – das bedeutet, den erstmaligen Antrag eines Nutzers bearbeiten, diesen anlegen und die Zugangsdaten ausgeben. Ebenso wichtig sind Fahrzeugpaten. „Diese müssen sich mit Herzblut um das Auto kümmern“, so Hölscher. Heißt: am Wochenende rauskommen zur Ausleihe; Einweisung in das Fahrzeug; Führerschein und Personalausweis kontrollieren; schauen, ob Macken am Auto sind; Nutzungsvertrag unterschreiben; den Rückgabetermin abwickeln; ist das Auto sauber; volltanken für den Dienstbetrieb; für Rückfragen (Unfall, Panne) telefonisch bereitstehen. „Die Paten müssen wir erstmal finden, ohne sie ist das Projekt gestorben“, erklärte Hölscher. Vier müssten es schon sein.

Die Politik sprach sich für dieses Konzept aus. „Klein anfangen und gucken, ob es klappt“, sagte Annegret Raffel (CDU). Mechthild Lüggert (UWG) betonte, dass das Interesse der Bürger, die E-Mobilität mal auszuprobieren, da sei.

Zum Thema

Wer Fahrzeugpate werden möchte, kann sich im Rathaus bei Jürgen Hölscher melden.

...
Ganzheitliche Lösung für die Mobilität im ländlichen Raum

stationäre Fahrzeuge in Gewerbegebieten; Nachbarschaftsauto; Bürger fahren für Bürger (Hol-/Bringdienst); Mitfahrdienste; Fahrräder; private Anhänger; Bürgerbus einbringen (vielleicht nach Bedarf). Das Konzept müsse stufenweise aufgebaut werden und werde laut Wernsmann anfangs nicht wirtschaftlich sein. Bei der Umsetzung seien Eigenverantwortung und ehrenamtliches Engagement wichtig.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6941564?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Neuer Plan gegen alte Probleme
Viele Klinikärzte fühlen sich überlastet. Dazu trägt auch der Fachkräftemangel an deutschen Krankenhäusern bei.
Nachrichten-Ticker