Prioritätenliste für Ikek-Maßnahmen erarbeitet
Fokus liegt auf der Aufwertung des Ortskerns

Saerbeck -

Eine Art Masterplan für die Zukunft Saerbecks ist das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek). Damit das 2018 erarbeite Konzept nicht für die Schublade war, wie es Bauamtsleiter Andreas Fischer ausdrückte, hat der Planungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung eine Prioritätenliste erarbeitet.

Freitag, 20.09.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 18:50 Uhr
Übergabe des Ikek-Konzepts im Juli.
Übergabe des Ikek-Konzepts im Juli. Foto: Alfred Riese

Ganz oben: die gestalterische und funktionale Aufwertung des Ortskerns.

Im Juli dieses Jahres wurde vom begleitenden Büro Planinvent die Endfassung des Ikek an die Gemeinde übergeben. In der Zwischenzeit nahm die Verwaltung Gespräche mit der Bezirksregierung Münster bezüglich der Förderfähigkeit einzelner Projekte auf, berichtete Fischer dem Ausschuss. Als mögliche Fördergrundlagen kommen die „Dorferneuerung“, die Infrastrukturrichtlinie sowie das Leader-Programm in Betracht.

Nun galt es aus der Liste der Maßnahmen die Favoriten zu bestimmen. Bauamtsleiter Fischer liegen nach eigenen Angaben die Ortskernaufwertung sowie das Jugendzentrum als Dorfgemeinschaftshaus „am Herzen“. Die CDU sprach sich für die Ortskernaufwertung, Venntütenweg und Mobilitätskonzept für Pendler aus. Die Grünen ebenfalls für die Ortskernaufwertung, Jugendzentrum und mehr Begrünung. UWG: Ortskernaufwertung, Mobilitätskonzept für Pendler und Aufwertung der Bauchaue. Die SPD schloss sich den genannten Projekten an.

Damit steht die Ortskernaufwertung an erster Stelle. Abriss und Neugestaltung sind förderfähig über die „Dorferneuerung“, die Förderquote beträgt 65 Prozent (maximal 250 00 Euro), und die Förderung von privaten Vorhaben ist möglich. Auf Platz zwei rangiert das Mobilitätskonzept für Pendler. Möglicherweise besteht eine Förderung über Leader, innovative Konzepte werden durch das Reallabor „Mobiles Münsterland“ (Kooperationsprojekt vom Münsterland e.V. und ZVM) erarbeitet. Zusätzliche Maßnahmen aus der Liste könnten nach und nach festgelegt werden, so Bürgermeister Wilfried Roos.

Für den weiteren Ikek-Prozess soll eine Koordinierungsgruppe ins Leben gerufen werden. Die Reaktionen auf ein Mailing sei verhalten gewesen, so Fischer. „Das spricht für viel Verwaltungspersonal in der Runde.“

Darüber hinaus sprach sich der Planungsausschuss dafür aus, im Haushaltsplan 2020 50 000 Euro für die Planung und Umsetzung vorzusehen. Die finanziellen Mittel und die Prioritätenliste muss der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag noch endgültig beschließen.

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