Ziele für die kommenden Jahre: Verkehrs- und Wärmewende
Die Klimakommune im Jahr 2030

Saerbeck -

Deutschland diskutiert derzeit das Klimapaket der Bundesregierung. Da ist Saerbeck schon etwas weiter. Seit rund zehn Jahren wird der Weg als Klimakommune beschritten. „Wo stehen wir mit der Klimakommune, und wie wollen wir weitermachen?“, diese Fragen stellte Guido Wallraven, Projektleiter der Klimakommune, in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses.

Freitag, 27.09.2019, 12:00 Uhr
Über eine Erweiterung des Bioenergieparks müsste jetzt nachgedacht werden. Das sagte Bürgermeister Wilfried Roos in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses.
Über eine Erweiterung des Bioenergieparks müsste jetzt nachgedacht werden. Das sagte Bürgermeister Wilfried Roos in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. Foto: Hans Lüttmann

„Die Stromwende ist geschafft“, erklärte Wallraven : „Wir produzieren 3,5 bis vier Mal so viel Energie, wie wir verbrauchen.“ Allerdings sei der Stromverbrauch in den vergangenen Jahren annähernd gleich geblieben. Diese Kurve nach unten zu kriegen, formulierte er als ein Ziel. Darüber hinaus haben bereits 100 000 Besucher die Klimakommune und über 10 000 Schüler den Außerschulischen Lernstandort (ASL) im Bioenergiepark (BEP) besucht. „Weil die Energiewende hier gelebt wird.“

Was sind nun die Ziele für die Klimakommune 2.0 – also die kommenden zehn Jahre? Als eine große Aufgabe nannte Guido Wallraven die Sektorenkopplung. Damit einher gehen Projekte zur Verkehrs- und Wärmewende. Die Forschung und Entwicklung sind weitere wichtige Aspekte. Konkret bedeutet dies einen Ausbau der Fachhochschule im BEP.

Die zweite große Aufgabe ist die Transfer- und Netzwerkarbeit. Das heißt: Know-how-Transfer, nationale und internationale Netzwerkarbeit sowie Öffentlichkeitsarbeit (Führungen/Stammtische). Guido Wallraven schwebt in diesem Zusammenhang eine „Akademie“ Klimakommune vor.

Die dritte Zukunftsaufgabe ist „Bildung und Mitwirkung“ überschrieben. Der ASL soll professionalisiert werden. Gerade erst stößt ein sechster Lehrer zum bereits bestehenden Team dazu. Neben den schulischen seien außerschulische Angebote geplant, so Guido Wallraven. Beispiele sind ein Naturpfad im Nordgelände, das Thema Kalter Krieg im Münsterland – also die Geschichte des Depots –, ein Escape-Room, das Thema Biodiversität im Nordgelände sowie das Sommercamp BEP 2020 (mit Schülern aus den USA, Japan und Saerbeck).

Ein Antrag, die Angebote zur Berufsorientierung und Lehrerausbildung weiter auszubauen, ist eingereicht, berichtete Guido Wallraven. Mit den Mitteln soll eine operative Geschäftsführung mit Assistenz finanziert werden. Bürgermeister Wilfried Roos sprach außerdem davon, dass die Verzahnung von Gemeinde und Förderverein Klimakommune überdacht werden müsse. Gemäß der Klimakommune 2.0 sei eine Steurungsrunde 2.0 nötig. Überdies brachte er eine Erweiterung des BEP ins Gespräch: „Die Zeit ist gekommen, darüber nachzudenken“, so Roos. Bewerber für bioenergieparkaffine Projekte seien da, aber der entsprechende Platz fehle.

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