Erste-Hilfe-Ausbildung an der Gesamtschule / Über 400 Ersthelfer
Nichts tun ist schlimmer als Fehler machen

Saerbeck -

Einen der sichersten Orte Saerbecks könnte man die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) nennen – auf jeden Fall, wenn jemand stürzt oder in Ohnmacht fällt. Denn für diese Fälle gibt es mehr als 400 Ersthelfer.

Donnerstag, 10.10.2019, 09:20 Uhr
Siebtklässlerinnen der MKG üben Erste Hilfe bei einem gestellten Fahrradunfall. Bei dieser Ohnmächtigen ist die stabile Seitenlage gefragt.
Siebtklässlerinnen der MKG üben Erste Hilfe bei einem gestellten Fahrradunfall. Bei dieser Ohnmächtigen ist die stabile Seitenlage gefragt. Foto: Alfred Riese

Seit fünf Jahren durchlaufen die Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs in der Aktivitätenwoche vor den Herbstferien ein neunstündiges Erste-Hilfe-Training. Das kann später nochmal aufgefrischt werden, etwa wenn es auf den ersten Führerschein zugeht. Von der siebten bis zur zehnten Klasse: Seit dem vergangenen Jahr sind alle mindestens einmal durch.

Das Szenario für den Praxisteil war realistisch: Zwei Fahrradfahrer stoßen zusammen, beide stürzen. Ein Mädchen hat mehrere blutende Wunden, das andere bleibt ohnmächtig liegen. Vor dem Haupteingang konnten Reinhard Keuter vom DRK Tecklenburger Land und sein Ausbilderteam überprüfen, wie die Schüler die Theorie in die Praxis umsetzen. Und die gingen engagiert zur Sache, machten das meiste schnell und richtig.

Stabile Seitenlage, Wärmefolie, Wunden versorgen: Ausbilder Reinhard Keuter vom DRK hat ein Auge auf die MKG-Schülerinnen im Praxisteil des Erste-Hilfe-Trainings.

Stabile Seitenlage, Wärmefolie, Wunden versorgen: Ausbilder Reinhard Keuter vom DRK hat ein Auge auf die MKG-Schülerinnen im Praxisteil des Erste-Hilfe-Trainings. Foto: Alfred Riese

„Die Schüler sollen befähigt werden, Situationen richtig einzuschätzen, sich selbst zu schützen und gleichzeitig anderen zu helfen“, beschrieb Esther Kuck, Lehrerin an der MKG und Initiatorin der Erste-Hilfe-Ausbildung, das Ziel des Trainings. „Fehler dabei machen ist nicht so schlimm wie gar nichts zu tun.“ Es sei „wichtig, dass sich die jungen Leute mit dem Thema Erste Hilfe auseinandersetzen, so früh wie möglich“, stimmte Reinhard Keuter zu. Angesichts des geringen Ausbildungsstands in Deutschland in Sachen Erster Hilfe sei die MKG hier „vorbildlich“. Lehrerin Kuck konnte aus den Trainings gleich spontane Anmeldungen für das Schulsanitäter-Ausbildungsprogramm mitnehmen.

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