Vortrag am 12. November im Bürgerhaus
Geschichte der Plaggenwirtschaft

Saerbeck -

Eschgarten, Plaggen Esch und Lauen Esch kennen viele Saerbecker – als Straßennamen. Doch welche Geschichte verbirgt sich dahinter?

Freitag, 11.10.2019, 12:00 Uhr
Bürgerstiftung, Kolpingsfamilie und Heimatverein haben sich für den Vortrag zusammengetan: (v.l.) Harald Schütz, Alfons Bücker und Martin Wenners.
Bürgerstiftung, Kolpingsfamilie und Heimatverein haben sich für den Vortrag zusammengetan: (v.l.) Harald Schütz, Alfons Bücker und Martin Wenners. Foto: Jan-Philipp Jenke

Das verrät ein Vortrag, den die Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus „Altes Rathaus“, die Kolpingsfamilie und der Heimatverein gemeinschaftlich veranstalten.

Zur Geschichte und Entwicklung der Plaggenwirtschaft im norddeutschen Raum, insbesondere im Bereich der Gemeinde Saerbeck, referiert am Dienstag, 12. November, um 19 Uhr im Bürgerhaus Frank Witte von der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Steinfurt. „Ein Spezialist für das Thema“, sagt Harald Schütz , erster Vorsitzender der Bürgerstiftung.

Die Plaggenwirtschaft begann im neunten Jahrhundert und diente der Aufdüngung und Verbesserung magerer Ackerböden. Dazu wurde die obererste Bodenschicht mit Humusauflage und Bewuchs abgestochen (in Saerbeck beispielsweise Bertlings Haar), getrocknet und als Streu in den Viehställen eingebracht. Anschließend wurden die aufgedüngten Plaggen zusammen mit Teilen des Hausabfalls in den Ackerböden eingearbeitet. So entstanden im Laufe der Jahrhunderte bis zu 1,20 Meter dicke Plaggenböden. „Ein Millimeter pro Jahr“, ergänzt Harald Schütz.

Bis ins Frühe 20. Jahrhundert wurde die Plaggenwirtschaft betrieben, dann kamen die ersten Kunstdünger auf dem Markt, und die Heideflächen waren größtenteils verschwunden. „Das wird ein interessanter Vortrag“, ist sich Martin Wenners, erster Vorsitzender des Heimatvereins, sicher.

Der Vortrag ist eingebettet in die Versammlung der Bürgerstiftung. Er schließt sich an eine kurze Tagesordnung an (es gibt keine Wahlen). Es muss also keiner Angst vor einem langwierigen Formalteil haben. „Der Vortrag ist der Hauptact“, betont Harald Schütz und lädt auch Nicht-Stiftungsmitglieder ein: „Jeder kann kommen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6991903?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker