Kirche und Gemeinde planen wegen Zeitverzugs beim Neubaugebiet um
Sechste Kita soll in die Mitte

Saerbeck -

Der endgültige Neubau für die sechste Kita soll auf der Freifläche westlich der Friedhofskapelle am Emsweg entstehen. Dort will die politische Gemeinde als Besitzer der Kirchengemeinde St. Georg als Nutzer 3650 Quadratmeter zur Verfügung stellen.

Dienstag, 05.11.2019, 12:05 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 13:00 Uhr
Die politische Gemeinde will der katholischen Kirchengemeinde die Freifläche östlich der Friedhofskapelle am Emsweg als endgültigen Standort für den Neubau der sechsten Kita zur Verfügung stellen.
Die politische Gemeinde will der katholischen Kirchengemeinde die Freifläche östlich der Friedhofskapelle am Emsweg als endgültigen Standort für den Neubau der sechsten Kita zur Verfügung stellen. Foto: Gemeinde Saerbeck

Die Spitzen der Ratsfraktionen hätten sich hinter diesen Plan gestellt, berichtete Bürgermeister Wilfried Roos in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Vertretern der Kirchengemeinde.

Die Kita Regenbogen als sechster und jüngster Kindergarten hatte im August 2018 ihren Betrieb aufgenommen. Damit reagierte die politische Gemeinde kurzfristig auf den wachsenden Bedarf. Träger ist die katholische Kirchengemeinde St. Georg, die auch die Kita St. Marien betreibt. Die Kita Regenbogen ist zurzeit in Pavillons zwischen ihrer Schwester-Kita und dem Seniorenzentrum untergebracht und wurde dort zum August 2019 bereits von zwei auf drei Gruppen erweitert. Die vorübergehende bauliche Lösung war von Anfang an sowohl von der Gemeinde Saerbeck für die Fläche als auch vom Bistum Münster für den Betrieb auf zwei Jahre befristet. Das geplante neue Baugebiet, in dem die sechste Kita ihren endgültigen Platz finden sollte, lässt allerdings auf sich warten.

Die Standortalternative präsentierten Bürgermeister Roos, Peter Ceglarek als Leitender Pfarrer von St. Georg, Uwe Lückerath von der kirchlichen Zentralrendantur und Jutta Middendorf für den Kirchenvorstand St. Georg am Montag. „Es gibt keinen anderen Standort, der alle geforderten Kriterien erfüllt, besonders die Verfügbarkeit“, stellte der Bürgermeister fest.

Um dort bauen zu können, muss die politische Gemeinde den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan ändern. Diese Verfahren sollen parallel zum Antrag auf Baugenehmigung laufen, kündigte Roos an, mit Verweis auf Signale aus dem sogenannten interfraktionellen Arbeitskreis des Rats. St. Georg muss sich währenddessen laut Ceglarek nach dem ersten grünen Licht nun den endgültigen Segen vom Bistum holen. Geplant ist mittlerweile nämlich der Bau einer nochmal größeren Vier-Gruppen-Anlage, sagte Lückerath. Bauherr will die Kirchengemeinde selbst sein. „Ein Modell mit einem externen Investor wäre nicht die günstigste Alternative, weder für die politische noch die kirchliche Gemeinde“, begründete Uwe Lückerath dies.

Als Erweiterungsgelände für den Friedhof „wird diese Fläche absehbar nicht genutzt werden“, erklärte Pfarrer Peter Ceglarek. „Wir sind uns sehr bewusst, dass dieser Ort zwischen Friedhof und Wohnbebauung besonderes Fingerspitzengefühl erfordert“, nahm er mögliche Kritik vorweg.

Als frühesten Termin für gültiges Planungs- und Baurecht und eine Baugenehmigung nannte Bauamtsleiter Andreas Fischer Herbst 2020. Das bedeute, dass für die Kita Regenbogen „die Pavillons über den 1. August 2020 hinaus“ weiter genutzt werden, sagte Roos. Das Kreisjugendamt gehe von weiter steigendem Bedarf aus.

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