Vortrag am Dienstag im Bürgerhaus
Die Plaggenwirtschaft im Heidedorf

Saerbeck -

Ein sehr interessanter heimatgeschichtlicher Bildervortrag zur historischen Plaggenwirtschaft im ehemaligen Heidedorf Saerbeck wird am Dienstag, 12. November, ab 19.00 im Bürgerhaus im Rahmen der öffentlichen Stifterversammlung der „Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus – Altes Rathaus – Saerbeck“ angeboten.

Mittwoch, 06.11.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 18:20 Uhr
Bild vom Heidefest: Die letzte zusammenhängende Heidefläche Saerbecks ist „Bertlings Haar“.
Bild vom Heidefest: Die letzte zusammenhängende Heidefläche Saerbecks ist „Bertlings Haar“. Foto: Bürgerstiftung

Auch der Heimatverein und die Kolpingsfamilie Saerbeck laden zu der kostenfreien Veranstaltung ein. Frank Witte von der Unteren Bodenschutzbehörde Steinfurt erläutert nach der kurzen Abhandlung der Stiftungsregularien anschaulich die Entstehung und Verbreitung dieser typisch norddeutschen Form der Bodenbearbeitung. Gerade in Saerbeck, bis in die Mitte des 20. Jahrhundert auch „Heidedorf“ genannt, war die Plaggendüngung mittels abgestochener und durch die Nutzung als Viehstreu und mit Hausabfällen aufgedüngter Heidesoden weit verbreitet. Hochwertigere Dünger standen entweder nicht zur Verfügung oder konnten aus Kostengründen nicht aufgebracht werden. So entstanden in und um Saerbeck Plaggenesche bis zu einer Mächtigkeit von 1,20 Meter. Straßen- und Feldbezeichnungen wie „Plaggenesch“, „Lauenesch“ und andere zeugen noch heute von dieser Tradition. Durch Drainage, künstliche Düngung, Aufforstung und Intensivnutzung der Flächen verschwand die Heide nach und nach fast vollständig. Die letzte zusammenhängende Heidefläche Saerbecks, „Bertlings Haar“, umfasst heute nur noch einen Hektar und befindet sich im Sinninger Feld. Die Teilnahme an der öffentlichen Veranstaltung ist kostenlos, laden die Veranstalter ein.

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