28 Gruppen arbeiten sich durch den Escape-Room im MGH
Das Geheimnis des Alten Rathauses

Saerbeck -

Die gute Nachricht zuerst: Das Mehrgenerationenhaus ist gerettet! Daran mitgeholfen haben am vergangenen Wochenende rund 130 mutige Kolpinger, die mit gutem Spürsinn, Akribie und ganz viel Spaß das Geheimnis des Alten Rathauses lüften konnten.

Montag, 11.11.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 16:06 Uhr
Aktenordner, Uhr, Schlüssel, Koffer und vieles mehr spielten eine Rolle beim Lösen des Rätsels im Escape-Room, der am Wochenende im MGH geöffnet war.
Aktenordner, Uhr, Schlüssel, Koffer und vieles mehr spielten eine Rolle beim Lösen des Rätsels im Escape-Room, der am Wochenende im MGH geöffnet war. Foto: Marlies Grüter

Wer hätte daran gedacht, dass möglicherweise in einem verborgenen Raum des MGH noch verstaubte Pläne versteckt sind, die das Mehrgenerationenhaus gefährden könnten?

Gut, dass es die Gruppe KVP (Kolping-Veranstaltungs-Planer) gibt, die einen heimlichen Hinweis aus dem Bürgermeisterbüro erhielt, in den früheren Amtsstuben im MGH nach den Bauplänen zu suchen. Mit dieser Geschichte in den Köpfen machten sich die neun KVPler an die Arbeit und erdachten in vielen Wochen Vorbereitungszeit einen ausgeklügelten Escape-Room im Mehrgenerationenhaus und luden interessierte Kolpingmitglieder zu dem spannenden Abenteuerspiel ein. 28 Gruppen meldeten sich an und machten sich an die Detektivarbeit, in einer Stunde die Baupläne zu finden, zu vernichten und so das MGH zu retten.

Also, hinein in den verborgenen Raum hinter einem dicken grauen Vorhang im Obergeschoss des MGH. Die Spielleiterinnen Anita Beuning, Christina Kockmann, Anna Lena Bringemeier und Maria Grüter geben letzte Anweisungen. Sie verschwinden im Regieraum und beteuern, dass sie die Spieler immer im Blick haben und – wenn nötig – über ein Funkgerät auch nötige Hinweise geben.

„Hier ist die Zeit stehen geblieben“, finden die Spieler mit Blick auf ein Telefon mit Wählscheibe, einen verstaubten Aktenschrank, Karteikarten und weitere Büroutensilien. Hier finden sich erste rätselhafte Nachrichten. Welcher Rathausmitarbeiter hat wann und wo an einem Tag ohne Tag gearbeitet? Wie lassen sich Rechenrätsel ohne Handy und Taschenrechner lösen? Was genau wurde sprichwörtlich unter den Teppich gekehrt? Welche Bedeutung haben die sportlichen Aufträge in einem Hinterzimmer, das nur durch den großen Eichenschrank zu erreichen ist? Die Köpfe rauchen. Nach und nach erschließen sich verschiedene Zahlencodes, mit denen sich kleine und große Schlösser öffnen lassen. Die Zeit läuft unerbittlich weiter. Es fehlen die Schlüssel zu den Schubfächern. Und wo sind die dringend gesuchten Bauunterlagen?

Die Kolping-Veranstaltungs-Planer bereiteten im Vorfeld die Räume im Mehrgenerationenhaus vor.

Die Kolping-Veranstaltungs-Planer bereiteten im Vorfeld die Räume im Mehrgenerationenhaus vor. Foto: KVP-Team

„Ihr müsst wirklich alles untersuchen und auf links drehen“, kommt der Hinweis aus dem Regieraum. Also, noch mal in das Geheimzimmer – und tatsächlich ist mit dem zweiten Blick ein schwarzer Aktenkoffer gefunden. Nun noch den Code der Schlösser knacken. „Es gibt einen Stift, der nicht schreibt“, sagt eine Stimme aus dem Regieraum. Während die letzten Minuten im Escape-Room wie im Flug vergehen, gelingt es, mit dem Einsatz von Schwarzlicht, in buchstäblich letzter Sekunde den geheimnisvollen Koffer zu öffnen. „Geschafft“, tönt es vielstimmig triumphierend.

„Sehr gut, super klasse“, finden alle Escape-Room-Mitspieler und sind fast ein bisschen traurig, dass die Spielzeit schon vorbei ist. Die Gruppe wird in den Vorraum geleitet und schreibt gerne in ein Gästebuch, während Vanessa Krude, Sonja Frerking und Verena Helmig schon die nächsten Spieler einweisen und Julia Greiling mit Stefan Winkeljann in Windeseile den Escape-Room wieder für die nächste Abenteuerstunde herrichtet.

„Das Spiel für alle Generationen auf die Beine zu stellen, war wirklich viel Arbeit, aber auch uns als Orga-Team haben die drei Tage im Escape-Room viel Freude gemacht“, lautet am Sonntagabend das Resümee der Kolping-Veranstaltungs-Planer, nachdem auch die letzte der 28 angemeldeten Gruppen dem Geheimnis des Alten Rathauses auf die Spur gekommen ist. „Mission erfüllt“, lachen die KVPler mit einem Augenzwinkern. „Alle, die dabei waren, hatten viel Spaß und das MGH ist auf jeden Fall gerettet.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7058485?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Bürgerinitiative kritisiert „Hitze-Inseln“ im Schutzgebiet
Rasthof Münsterland-West: Bürgerinitiative kritisiert „Hitze-Inseln“ im Schutzgebiet
Nachrichten-Ticker