Versammlung der Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus Altes Rathaus
6000 Euro für Projekte vorhanden

Saerbeck -

Gemäß der Satzung hatten Rat und Vorstand der Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus Altes Rathaus die Formalien bereits in einer gemeinsamen Sitzung vorab erledigt. Die Ergebnisse präsentierten die Vorsitzenden beider Gremien bei der zweijährlichen Stifterversammlung am Dienstag.

Freitag, 15.11.2019, 12:00 Uhr
Stifter und Interessierte verfolgen im Bürgerhaus den Vortrag zur Plaggenwirtschaft im Anschluss an die Versammlung der Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus Altes Rathaus.
Stifter und Interessierte verfolgen im Bürgerhaus den Vortrag zur Plaggenwirtschaft im Anschluss an die Versammlung der Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus Altes Rathaus. Foto: Alfred Riese

Keine Veränderungen. Dem Vorstand gehören weiterhin Peter Dütsch, Harald Westbeld und Harald Schütz an, die der Stiftungsrat für vier Jahre wiederwählte. Harald Schütz wurde dabei im Amt des Vorstandsvorsitzenden bestätigt, ebenso Norbert Leiting als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, wie dessen Vorsitzender Dr. Rudolf Richard berichtete.

Der Bericht über die Geschäftstätigkeit der 2008 gegründeten Stiftung kam vom Vorstandsmitglied Norbert Winter . Demnach liegt das Stiftungskapital, das von mehr als 90 Bürgern kam, bei rund 60 000 Euro und ist etwa zur Hälfte bei der Bürgergenossenschaft „Energie für Saerbeck“ in deren Windrad investiert, zur anderen Hälfte auf Konten bei Volksbank und Sparkassen. Während dieses Stiftungskapital nicht angerührt werden darf, kann die Stiftung mit den Erträgen und Spenden Projekte unterstützen. Spenden verzeichnete Winter für die beiden zurückliegenden Jahre in Höhe von gut 4000 Euro. Die Erträge aus dem Windrad-Investment liegen ihm zufolge für 2017 und 2018 bei knapp 2000 Euro. Unterstützt wurden durch die Stiftung zuletzt ein Seniorenprojekt und ein Buchprojekt des Heimatvereins, sagte Winter. Dank ausschließlich ehrenamtlich Aktiver gebe es praktisch keine Verwaltungskosten.

„Man sieht an den Zahlen, dass wir eine relativ bescheidene Stiftung sind“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Harald Schütz. Norbert Winter erinnerte daran, dass die Stiftung gemeinnützig ist und Spendenquittungen ausstellen kann. Er wies darauf hin, dass zum Beispiel Erbschaften, die das Stiftungskapital erhöhen, erbschaftssteuerfrei wären.

Ein wesentliches Ziel bei der Gründung der Stiftung war es, dass sie das Alte Rathaus per langfristigem Pachtvertrag übernimmt und so als Mehrgenerationenhaus (MGH) der Kolpingsfamilie absichert. Entsprechend sind Stiftung, MGH und Kolpingsfamilie besonders verbunden.

Deren Vorsitzender Alfons Bücker präsentierte den Stiftern am Dienstag das Projekt „Ein Stück Heimat – entdecke deinen Lieblingsort in Saerbeck“. Es geht Alfons Bücker zufolge darum, in der Altersgruppe von sechs bis 99 Jahren eine „persönliche Auseinandersetzung mit dem Heimatort“ anzustoßen, mit dem Ziel einer Präsentation der Ergebnisse als Ausstellung, als Kalender oder auch als Smartphone-gestütztes Geo-Cache, das zu den Lieblingsorten führt. Für die Gestaltung von Videos, Fotos und Texten soll es professionelle Workshops geben.

Das Thema Heimat griff nach dem offiziellen Teil der Sitzung Frank Witte von der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Steinfurt auf. Er blickte auf Geschichte und Entwicklung der Plaggenwirtschaft zurück und stieß mit seinem einstündigen Vortrag auf großes Interesse.

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