Über 100 Besucher bei Pfarrer Ramesh Chopparapus Indien-Vortrag
Bildung ist das wichtigste Projekt

Saerbeck -

Der Rückhalt in Saerbeck und in der St.-Georg-Pfarrgemeinde, auf den Pfarrer Ramesh Chopparapu bei den Hilfsprojekten in seiner indischen Heimatregion zählen kann, ist enorm.

Samstag, 16.11.2019, 18:30 Uhr
Mit Videos und Fotos präsentierte Pfarrer Ramesh Chopparapu den Bericht über seine jüngste Reise in seine Heimatregion in Indien und über die Spendenprojekte dort.
Mit Videos und Fotos präsentierte Pfarrer Ramesh Chopparapu den Bericht über seine jüngste Reise in seine Heimatregion in Indien und über die Spendenprojekte dort. Foto: Alfred Riese

Das zeigt die seit Jahren wachsende Spendensumme: Allein seit Januar kamen in zehn Monaten mehr als 40 000 Euro zusammen. Das zeigten besser noch am Donnerstagabend die über 100 Besucher des Informations- und Dankeschön-Abends im Bürgerhaus. Es wurden zusätzliche Stühle herangeschafft, bis keine mehr zu finden waren.

Seinen Jahresurlaub in den Sommerferien nutzt Ramesh Chopparapu, um in seinem Heimatdorf und im seinem Bistum Nellore im südlichen Bundesstaat Andhra Pradesh zu helfen. Das Geld dafür stammt aus vielen, meist kleinen Spenden und Patenschaften aus Saerbeck und St. Georg. Was mit dem Geld geschieht, erfuhren die Spender am Donnerstag in einem gut einstündigen Bericht aus erster Hand – mit Fotos, Videos, Musik und einem zusätzlichen Auslandsreisebericht der Familie Jochmaring.

Pfarrer Ramesh Chopparapu.

Pfarrer Ramesh Chopparapu. Foto: Alfred Riese

Die Teilnehmer lernten Ramesh Chopparapus Heimatdorf Siddayapalem kennen, in dem viele Menschen sich als Tagelöhner durchschlagen müssen und Jugendliche kaum Perspektiven haben. Sie sahen Bilder des öffentlichen Brunnens, der früher schon dank Spenden aus Saerbeck gebohrt und in diesem Sommer ausgebessert wurde. Über die Leinwand liefen Fotos der neu eröffneten Suppenküche für arme Menschen, die zugleich helfen soll, das verbreitete Kastensystem der Gesellschaft zu überwinden. Ramesh Chopparapu richteten persönlich den Dank der 40 täglichen Nutzer an die Spender aus.

Als das „wichtigste Projekt“ beschrieb Ramesh Chopparapu die Hilfe bei der Schulbildung. Mit Geld aus Saerbeck verteilte er Schulmaterial und unterstützte bedürftige Familien beim Schulgeld. „Es kostet Kraft, Eltern davon zu überzeugen, dass Schulbildung für ihre Kinder wichtig ist“, sagte er. Und Englisch werde nur in kostenpflichtigen Privatschulen unterrichtet, aber ohne diese Fremdsprache kämen die Kinder später nicht weiter. „Das geht durch eure Hilfe“, richtete er den Dank an die Spender und Teilnehmer des Abends. Insgesamt war so viel zusammengekommen, dass auch 10  000 Euro an ein Internat des Bistums für taubstumme Kinder gehen konnte.

Mehr als voll waren die Stuhlreihen im Bürgerhaus, als Pfarrer Ramesh Chopparapu mit Videos und Fotos den Spendenbericht zu seiner jüngsten Reise in seine indische Heimatregion präsentierte.

Mehr als voll waren die Stuhlreihen im Bürgerhaus, als Pfarrer Ramesh Chopparapu mit Videos und Fotos den Spendenbericht zu seiner jüngsten Reise in seine indische Heimatregion präsentierte. Foto: Alfred Riese

Hilfen für weitere Projekte anderer Priester, für die Computerausstattung von Schulen, für die OP am offenen Darm der kleinen Pramila: Die Zuhörer quittierten jeden einzelnen Punkt mit Kopfnicken und Zustimmung. „Es ist gut zu spüren, dass die Spenden direkt bei denen ankommen, die sie brauchen“: Dieser Kommentar einer Spenderin ist so ähnlich jedes Jahr zu hören, wenn Ramesh Chopparapu berichtet und dankt.

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