Kunstverein stellte Bilder und Skulpturen im Bürgerhaus aus
Eine reiche künstlerische Ausbeute

Saerbeck -

„Arme ab, Beine ab, Kopf ab“, so beschrieb Dr. Kai Dormann im Bürgerhaus, wie der Künstler zum Torso kommt, wenn seine Figur nicht in den Stein passt. Grund für seine Ausführungen war die Ausstellungseröffnung des Saerbecker Kunstvereins, der die Ergebnisse eines äußerst produktiven Jahres zwei Tage lang präsentierte.

Mittwoch, 27.11.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2019, 09:10 Uhr
Zwei Tage war die Ausstellung geöffnet. Die Bilder standen unter der Überschrift „Heißer Sommer“.
Zwei Tage war die Ausstellung geöffnet. Die Bilder standen unter der Überschrift „Heißer Sommer“. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

Bilder und Skulpturen waren die reiche Ausbeute, von denen jedes Kunstwerk seine eigene Geschichte erzählt.

„Heißer Sommer“, so lautete der Arbeitstitel des Malkurses im Juni, in dem großformatige Bilder unter der Leitung von Beata Andree und Dr. Kai Dormann entstanden sind. „Tolle Arbeiten wurden in unserer ‚Ideenwerkstatt-Bildhauerei‘ im September geschaffen,“ erklärte Vorsitzender Kurt Kösters in seiner kurzen Begrüßung und bedankte sich auch bei Ulla Liesenkötter, die wieder ihre Scheune für beide Veranstaltungen hergab.

Bei „Heißer Sommer“ hat vermutlich jeder so seine eigenen Assoziationen. Wer aber würde an ein fast androgyn wirkendes Frauengesicht denken, das zudem expressionistische Züge enthält. „Für mich steckt da viel Sommer drin, auch wegen der leuchtenden Farben“, erläuterte Beata Andree ihr Bild. Brigitte Dolle dachte bei ihrer „Frau mit Hut“ an „eine Frau mitten in einer Sommerwiese“. Das Ehepaar Kösters hat die „Morgenstimmung“ und „Abendstimmung“ in ihrem Urlaub in Dänemark mit klaren, linearen Strukturen und einer kräftigen Farbgebung eingefangen.

Ausstellung des Saerbecker Kunstvereins im Bürgerhaus

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  • Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann
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„Bildhauerei ist ein anstrengender Job. Wir haben tagelang auf die Steine eingedroschen, aber es hat sich gelohnt“, soweit Dormann in seiner Einführung, bei der er jedes Exponat erklärte. Während für den „normalen“ Betrachter ein Stück Stein nichts anderes als ein Felsbrocken bleibt, sieht der Künstler darin eine Form, die er gestalten möchte. „Talking with the Stone“ – „Mit den Steinen sprechen“, so heißt es in Fachkreisen. In erster Linie verarbeiteten die Teilnehmer Opal, Speckstein Alabaster und Springstone. Dabei sind die unterschiedlichsten Objekte entstanden: beispielsweise Muscheln von Sigrid Wenners, die das erste Mal dabei war, ein etwas griesgrämiger Kopf von Beata Andree, ein Blatt und eine Eidechse von Brigitte Dolle, Diane Liesenkötter-Wedlichs Schale, Eberhard Schneiders Sternengucker, Dormanns Burg in der Burg, sowie Andreas Niermanns baumumarmende Frau. Weitere Torsi, Figuren und abstrakte Werke von Kurt Kösters, Ulla Liesenkötter und Magda Schneider waren zu bewundern. Da haben Kurt Kösters und der Lienener Dr. Kai Dormann, die den Bildhauer-Workshop leiteten, ganze Arbeit geleistet.

Vielleicht bleibt der Kunst-verein weiterhin so kreativ, wenn seine Mitglieder Dor-manns Tipp beherzigen: „Wie was definiert wird, ist egal. Macht wie Ihr’s fühlt!“

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