St.-Georg-Gemeinde zeigt Stand von Umbau und Renovierung
Einblicke in die „Baustelle Kirche“

Saerbeck -

Hammer statt Gesangbuch, Hubsteiger statt Hostie: So präsentierte sich die St.-Georg-Pfarrkirche jetzt bei den ersten Baustellenführungen seit ihren Schließung für Umbau und Renovierung.

Samstag, 21.12.2019, 06:00 Uhr
Mehr als 100 Interessierte informierten sich über den Stand der Umbau- und Renovierungsarbeiten in der St.-Georg-Pfarrkirche.
Mehr als 100 Interessierte informierten sich über den Stand der Umbau- und Renovierungsarbeiten in der St.-Georg-Pfarrkirche. Foto: Alfred Riese

Einblicke in den Stand der Umbau- und Renovierungsarbeiten in der St.-Georg-Pfarrkirche haben sich mehr als 100 Interessierte verschafft. Auf Einladung des erweiterten Bauausschusses des Kirchenvorstands öffneten sich erstmals seit Pfingsten wieder die Kirchentüren.

Im Inneren zeichnet sich allmählich ab, woraus es hinausläuft. Die Betonplatte der neuen, vorgezogenen Altarinsel ist gegossen, der frühere teilweise Holzboden entfernt und der Untergrund abgedichtet. Den größten Eindruck, allein schon wegen der Fläche, machten Wände und Decke. Teile davon sind bereits vom Ruß und Schmutz dreier Jahrzehnte gereinigt und wirken wesentlich heller, insbesondere im Kontrast zu unbehandelten Teilflächen. Architekt Andreas Holtfrerich erklärte allerdings, dass man mit dem Ergebnis der bloßen Reinigung mit Wasser und Schwämmen auf einigen Flächen noch nicht zufrieden sei und Nacharbeiten plane. Holtfrerich zufolge sind im Laufe der Arbeiten unfachmännisch gefüllte Risse in den Wände offenbar geworden, vereinzelt hätten sich Putzstücke gelöst. Diese Schäden würden im Zuge der Renovierung repariert.

Wie geplant, würde demnächst die Fläche unter den Mittelbänken, auch der Akustik wegen, mit Holz ausgelegt. An den Seiten wird der Marmorboden der Gänge fortgeführt, dort werden mobile Stühle stehen.

Auf Nachfrage erklärten Vertreter der Gemeindegremien und der Architekt, dass es eine digitale drahtlose Einspeisung der Tonanlage für Hörgeschädigte geben wird und die Kirche inklusive automatisch öffnender Eingangstür barrierefrei wird. Mario Haunhorst von der Firma Silberstreif erläuterte, dass das neue Lichtkonzept in Ansprache mit der Oberen Denkmalbehörde auch ohne Leuchten im Mittelpunkt eine deutlich sichtbare Verbesserung der Ausleuchtung bringen soll. Noch in der Diskussion ist die „Projektskizze GeistesGegenwart“, bei der es um Glaubenszeugnisse aus der Gemeinde und deren Verbindung mit dem „Glaubensweg“ vom Taufbecken zu den Reliquien am neuen Zelebrationsaltar geht.

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