Friedenslicht zu Fuß aus Westbevern abgeholt
„Eine gute und gerechte Welt für alle“

Saerbeck -

Es kommt aus der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem, wird im Flugzeug nach Wien geflogen, fährt mit dem Zug nach Münster und landet am Samstag um 17 Uhr in der Messe in Saerbeck: Das Friedenslicht, das seit 21 Jahren den 3600 Kilometer weiten Weg nach Münster in den St. Paulus Dom schafft.

Montag, 23.12.2019, 06:07 Uhr aktualisiert: 23.12.2019, 15:18 Uhr
Saerbecker Pfadfinder mit dem schon vervielfältigtem Friedenslicht.
Saerbecker Pfadfinder mit dem schon vervielfältigtem Friedenslicht. Foto: Belinda Raffel

Über 2000 Pfadfinder aus der ganzen Region nehmen den Weg auf sich, um das Licht in ihre Städte und Gemeinden zu bringen. So auch 19 Saerbecker Pfadfinder, die das Friedenslicht in den Samstagsgottesdienst mitbrachten. Den Weg zum St. Paulus Dom schafften zehn der 19 Pfadfinder zu Fuß. Ab Westbevern marschierten sie stolze 17,5 Kilometer, um das Friedenslicht entgegenzunehmen. Genau wie das Motto waren auch sie „Feuer und Flamme für den Frieden“.

In dem Empfangsgottesdienst erwartete die Pfadfinder neben einer berührenden Predigt von Kurt Schulte , eine unglaubliche Feuershow des Kinder- und Jugendcircus Alfredo Hiltrup, in der die Flamme des Friedenlichtes immer weiter wuchs.

„Es ist jedes Jahr unglaublich wie viele Pfadfinder im Dom aufeinandertreffen. Vor Allem so viele verschiedene Regionen“, erzählte Noah Saggau, ein Pfadfinder, der schon einige Male das Licht nach Saerbeck brachte. „Die Feuershow war auf jeden Fall ein Highlight. Durch viele Tricks und Kunststücke war die Flamme irgendwann riesig. Hat auch gut zum Motto gepasst.“

Till Schomacker hatte die ehrenvolle Aufgabe, das Friedenslicht in dem Sams-tagsgottesdienst zum Altar zu bringen. Vorne angekommen zündeten Pastor Peter Ceglarek und die Pfadfinderkinder den Adventskranz an. Von dem Friedenslicht angezündet leuchteten alle vier Kerzen. In der Predigt betonte Pastoralassistent Philipp Langenkämper, dass die täglichen Nachrichten nur noch aus schlechten Nachrichten und Krisen bestehen würden. Dabei würden kleine Projekte, die die Welt ver-bessern, nicht erwähnt. „Saerbeck gilt als Vorreiter einer klimaneutralen Kommune und ist auf einem guten Weg, die Welt in eine gerechte und lebenswerte Welt für alle zu gestalten.“

So solle man darauf vertrauen, dass sich die Welt in die richtige Richtung entwickle. Die Pfadfinder beschrieb er als „verantwortungsbewusste Abenteurer“, die ein Segen der Gemeinde seien. „Um die Welt zu verbessern, müssen wir lernen, Verantwortung zu übernehmen“, so Philipp Langenkämper, der die Pfadfinder anschließend als positives Beispiel nannte.

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