Weihnachtliche Gottesdienste in Saerbeck
Im Kleinen das Große entdecken

Saerbeck -

Um ein besinnliches Weihnachtsfest mit feierlichem Gottesdienst ging es am Heiligen Abend bei den Angeboten der katholischen Kirchengemeinde St. Georg und der evangelischen Kirchengemeinde. Dabei wurden verschiedene Generationen mit dem unterschiedlichen Programm angesprochen.

Freitag, 27.12.2019, 08:00 Uhr
Um Josef und Marias Suche nach einer Herberge ging die altbekannte Weihnachtsgeschichte, die im Rahmen des Krippenspiels in der prall gefüllten MKG aufgeführt wurde.
Um Josef und Marias Suche nach einer Herberge ging die altbekannte Weihnachtsgeschichte, die im Rahmen des Krippenspiels in der prall gefüllten MKG aufgeführt wurde. Foto: Stefanie Behring

Beim ökumenischen Gottesdienst, der am Nachmittag im Seniorenzentrum stattfand, ging es beispielsweise darum, im Kleinen das Große zu entdecken. So sprachen Alfons Sundermann als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde und der evangelische Pfarrer Erich Mathias von kleinen Alltagssituationen, die Senfkörner des Guten darstellen. Obwohl viele Momente nicht auf den Titelseiten der Zeitung stehen würden, passiere tagtäglich viel Gutes in der Welt. „Man muss die Situationen bewusst erleben“, hieß es im Gottesdienst.

Bei der interaktiven Gestaltung war so mancher Bewohner und Besucher dazu angehalten, eine Fürbitte vorzutragen. Viele Senioren waren in Begleitung von Angehörigen gekommen, um gemeinsam den Gottesdienst zu besuchen. Dabei freuten sich Alfons Sundermann und Erich Mathias über vertraute und auch neue Gesichter. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Bernd Isermann. Im Anschluss an die ökumenische Feier fand eine gemütliche Weihnachtsfeier für Senioren und Alleinstehende in den Räumen des Hauses am See statt. Mit altbekannten Weihnachtsliedern, Plätzchen und Kaffee wurde der Heilige Abend verlebt.

Im Seniorenzentrum „Haus am See“ feierten Alfons Sundermann und Pfarrer Erich Mathias einen ökumenischen Gottesdienst mit den Bewohnern des Hauses, ihren Angehörigen und Alleinstehenden.

Im Seniorenzentrum „Haus am See“ feierten Alfons Sundermann und Pfarrer Erich Mathias einen ökumenischen Gottesdienst mit den Bewohnern des Hauses, ihren Angehörigen und Alleinstehenden. Foto: Stefanie Behring

Turbulenter ging es in etwa zur gleichen Zeit in der MKG zu. In der Gesamtschule, die aufgrund der derzeitigen Kirchenrenovierung Raum für Gottesdienste bietet, waren zu den zwei Krippenspielen besonders Familien mit kleinen Kindern eingeladen. Wie in jedem Jahr hatten viele freiwillige Kinder die Weihnachtsgeschichte Jesu geprobt und führten diese im Rahmen der Krippenspiele auf. In der gefüllten MKG wichen einige Kinder sogar auf die ausgebreiteten Decken am Boden aus, um alle Geschehnisse der Weihnachtsgeschichte hautnah zu erleben. Für viele sei die Geschichte von Josef und Marias Suche nach einer Herberge altbekannt. „Dennoch stellt sie jedes Jahr aufs Neue eine frohe Botschaft dar“, so Pastoralassistent Phillip Langenkämper.

Auch beim Krippenspiel der evangelischen Kirchengemeinde, welches wie gewohnt in der Bürgerscheune stattfand, hatten Kinder oft geprobt, um im Rahmen des Familiengottesdiensts eine weihnachtliche Geschichte präsentieren zu können.

Die Christmette im MKG-Forum lief wegen des Kirchenumbaus ebenfalls etwas anders als gewohnt. Doch die wichtigsten Sachen waren mit umgezogen: eine Krippe, der Kirchenchor, die Christmetten-Besucher und natürlich Pastor Peter Ceglarek mit den Messdienern. Mit orangenen Lichtstrahlern und vielen Kerzen hatte man versucht, das Ambiente der Christmette auch auf die MKG zu übertragen. „Als Ersatz-Krippe haben wir ein paar Ebenholz-Figuren aufgebaut. Pfarrer Hillebrandt, besser bekannt als ‚Charly‘, brachte sie von einer Afrika-Reise mit“, erzählte der Pfarrer. Wegen des schlichten und einfachen Aussehens müsse man auf die Details achten, um die Krippe richtig zu verstehen. Unter den Figuren lagen Tücher in den auffälligsten Farben des Regenbogens ausgelegt. „Die Farben des Regenbogens symbolisieren die Buntheit der Menschen, die Vielfalt der Menschen. Jeder Mensch ist von Gott gewollt, das wollen wir an Weihnachten nicht vergessen“, betonte Ceglarek in seiner Lesung.

Die Christmette musste wegen des Kirchenumbaus ebenfalls in die MKG ausweichen.

Die Christmette musste wegen des Kirchenumbaus ebenfalls in die MKG ausweichen. Foto: Belinda Raffel

Ebenfalls vor dem Altar aufgebaut war ein Kreuz, welches aus dem Holz eines Flüchtlingsbootes gefertigt wurde. Aus einem in Lampedusa gestrandeten Boot fertigte ein italienischer Schreiner dieses Kreuz an. „Es soll uns an die vielen Leute erinnern, die auf ihrer Reise in ein besseres Leben vom Tod überrascht werden.“ Frieden ist das Lebensziel eines jeden Christen, auf das er mit seinem verantwortungsvollen Handeln hinarbeiten solle. Die Geburt Jesu brachte Freude, Hoffnung und Zuversicht in die Welt. „Er gab neue Hoffnung und rettete die Menschen.“

Musikalisch wurde der Gottesdienst mit einer Kostprobe des Kirchenchors eröffnet. Bei den folgenden Liedern unterstützen eine Geige und eine Trompete sowie das Keyboard mit Orgelklängen.

„Es ist zwar nicht die Kirche, jedoch danke ich herzlich allen, die diese Christmette so toll mitgestaltet haben“, sprach der Pfarrer seinen Dank aus.

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