Blues-Guerillas im „Markt 23“
Großartiger Blues im Hexenkessel

Saerbeck -

Schon eine lieb gewonnene Tradition ist wie am Samstagabend der „Überfall“ der Blues-Guerillas nach den Festtagen im Saerbecker „Markt 23“. Seit nunmehr sechs Jahren lassen es die umtriebigen Musiker die ehrwürdige Gaststätte mit feinstem von Hand gemachten Blues in den Grundfesten erzittern. Guten Blues gibt es auch in den Niederungen des Münsterlandes zu finden, die Blues-Guerillas zeigen sich da als Garant für beste Musik und prickelnde Unterhaltung.

Sonntag, 29.12.2019, 17:20 Uhr
Mit feinstem von Hand gemachtem Blues wussten die vier Musiker der Blues-Guerilla zu begeistern.
Mit feinstem von Hand gemachtem Blues wussten die vier Musiker der Blues-Guerilla zu begeistern. Foto: Axel Engels

Schon beim ersten Song, dem durch die Blues-Brothers bekannte „Ghostriders in the sky“ mit perfekter Bonanza-Einleitung, zeigte sich die besondere Art, wie die Blues-Guerillas mit legendären Hits umgehen. Seit 1949 ist dieser Song unzählige Male gecovert worden, aber so vom Staub befreit hört man ihn wohl selten. Da passte die rauhe Stimme von Martin Captain Huck einfach bestens zum farbenreichen Saitenklang der Gitarristen Stephan Höltker und Tommy „Fastfinger“ sowie dem Stephan Bassisten Guido „Stingray“ Schräder. Da verwandelte sich der diesmal nicht überfüllte Saal beim „Let the good times roll“ von B.B. King in einen wahren Hexenkessel.

Vielleicht hätte der Wirt ja mehr als nur ein Plakat im Eingang als „Reklame“ aufhängen sollen, denn die Blues-Guerillas verdienen einfach mehr. Guten Blues gibt es ja nicht nur jenseits des großen Teiches, auch die Rapsfelder des Münsterlandes haben einiges an authentischem und grundehrlichen Blues zu bieten.

Für diesen Abend hatten die Blues-Guerillas ganz tief in die Schatzkiste ihres Repertoires gegriffen und viele „lange nicht mehr gespielte“ Song hervorgezaubert. Mit ihrem musikalischen Streifzug durch die Welt von Eric Clapton den Doobie Brothers, Johnny Guitar Watson, Stevie Wonder bis Alicia Keys zeigten die „Blues Guerilla“, dass es für sie keine stilistischen Grenzen gibt.

Martin Captain Huck als versierter Frontsänger entführte mit markanter Stimme und großer Bühnenpräsenz in die Welt der großen Gefühle. Die teilte er sich diesmal mit der Gastsolistin Stephanie Gießelmann, die mit ausdrucksstarker Stimme das „Hallelujah“ von Leonard Cohen sowie die französische Ballade „Je veux“ anstimmte.

Für den nötigen rhythmischen Grund sorgte am Schlagzeug Sebastien „Genius“ Kwiotek, der immer wieder mit wohlgesetzten Akzenten seine Qualitäten aufzeigen konnte.

Mit ihrem „The bad, bad“-Medley trieben die Blues-Guerillas die Stimmung dann in ungeahnte Höhen. Von „Movie Star“, „Brick in the wall“ bis zu „Mendecino“ und „“Lady in Black“ spannten sie den Bogen, durfte natürlich das von allen Besuchern mitgesungene „Country Roads“ von John Denver im Feuerwerk der Hits nicht fehlen. Wenn dann noch Cleedence Clearwater Revival mit Tina Turner vorbeischauten, war das Vergnügen mit dieser kultigen Ausnahmeband einfach komplett.

Wer dies verpasst hat, braucht sich aber nicht zu grämen. Auch im Neuen Jahr werden die Blues-Guerillas in altbekannter Manier irgendwo im Münsterland einfallen und mit ihrer Musik für ein unter die Haut gehendes Erlebnis sorgen.

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