Erster Spatenstich für Gewerbegebiet Nord II: Erschließungsarbeiten haben begonnen
Von einem besonderen Kaliber

Saerbeck -

Der erste Spatenstich für das neue Gewerbegebiet Nord II ist getan: Zum Beginn der Erschließungsarbeiten nahmen gestern Vertreter der Gemeinde sowie beauftragter Firmen die Schaufeln in die Hand. Bürgermeister Wilfried Roos sprach von einer „Erfolgsstory, die hoffentlich fortgeführt wird“. Immerhin: Die Nachfrage nach Grundstücken ist „beachtlich“, bemerkte der Verwaltungschef.

Donnerstag, 23.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 14:38 Uhr
Erster Spatenstich: Ludwig Düsen (Bauleiter Firma Osterich), Frank Osterich (Geschäftsführer und Inhaber), Bürgermeister Wilfried Roos, Annegret Raffel (zweite stellvertretende Bürgermeisterin), Bernd Schweighöfer (SPD-Ratsmitglied), Jürgen Schmidt (nts Ingenieurbüro) und Bauamtsleiter Andreas Bennemann (von links) nahmen gestern symbolisch die Schaufeln in die Hand.
Erster Spatenstich: Ludwig Düsen (Bauleiter Firma Osterich), Frank Osterich (Geschäftsführer und Inhaber), Bürgermeister Wilfried Roos, Annegret Raffel (zweite stellvertretende Bürgermeisterin), Bernd Schweighöfer (SPD-Ratsmitglied), Jürgen Schmidt (nts Ingenieurbüro) und Bauamtsleiter Andreas Bennemann (von links) nahmen gestern symbolisch die Schaufeln in die Hand. Foto: Katja Niemeyer

Beachtlich ist auch die Größe des Gebietes: 30 Hektar brutto. Zieht man Wald und andere nicht nutzbare Flächen ab, bleibt eine Gewerbefläche von 18,7 Hektar zur Vermarktung übrig. Laut Roos ist Nord II aber auch deshalb von einem „besonderen Kaliber“, weil die Gemeinde niemals zuvor einen Auftrag für Tiefbauarbeiten in dieser Größenordnung vergeben hat. Ihm zufolge schlagen die Tiefbauarbeiten mit 2,3 Millionen Euro zu Buche.

Entsprechend eindrucksvoll sind die Baumassen, die die Tiefbaufirma Osterich aus dem Landkreis Osnabrück für die Erschließung bewegen muss: So werden in den kommenden Monaten allein 16 000 Kubikmeter Boden ausgehoben. Es entstehen zwei Regenrückhaltebecken mit einer Fläche von 12 500 Quadratmetern. Außerdem Asphaltdecken, die mit einer Gesamtfläche von 7600 Quadratmetern fast so groß sind wie drei Fußballfelder. Ferner werden 2300 Meter Kanalisationsrohre verlegt und 38 Schachbauwerke errichtet. Mitte Juli, so der Plan, soll alles fertig sein.

Im Anschluss stehen die Anschlussarbeiten des neuen Gewerbegebiets an die Bundesstraße 219 an. Die Kosten hierfür sind in den Erschließungskosten enthalten. Wie Bauamtsleiter An­dreas Bennemann berichtete, soll dann im September mit dem Bau der Ampelanlage mit zwei Linksabbiegerspuren begonnen werden. Die Kosten hierfür in Höhe von 100 000 Euro würden sich die Gemeinde und Straßen.NRW teilen. Kurz vor Weihnachten sollen auch diese Arbeiten erledigt sein.

Auf der Bewerberliste für das Gewerbegebiet sind laut Roos aktuell drei Firmen aus dem Bereich der grünen Energie: ein Hersteller von Elektrolyseuren, ein Wasserstoffproduzent sowie ein Batterieunternehmen aus Taiwan. „Wir haben da drei ganz dicke Fische im Netz“, sagte der Bürgermeister, verwies aber zugleich auf die noch laufenden Verhandlungen.

Der Verwaltungschef schätzt, dass in Nord II zwischen 200 und 300 Jobs entstehen, was ziemlich genau einem Plus von zehn Prozent entsprechen würde. So bieten die Saerbecker Unternehmen, Geschäfte, Verwaltung und Dienstleistungsfirmen derzeit rund 2400 Arbeitsplätze.

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