Bericht über Ausbau der Hembergener Straße
Mit neuer Brücke und neuem Radweg

Saerbeck -

Wie viel der Ausbau kosten wird, steht noch nicht fest. Voraussichtlich im Jahr 2023 rollen die Bagger an der Hembergener Straße aber an.

Freitag, 31.01.2020, 06:44 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 07:01 Uhr
Hembergener Straße Saerbeck
Hembergener Straße Saerbeck Foto: Katja Niemeyer

Bis die Straßenbauarbeiter anrücken, dürften zwar noch ein paar Jahre vergehen. Die Planungen für den Ausbau der Hembergener Straße haben aber bereits erste Formen angenommen. Über den Sachstand informierteRik Fehr vom Straßenbauamt des Kreises Steinfurt den Planungs-, Bau, Umwelt- und Klimaausschuss in dessen Sitzung am Mittwochabend. Vorsichtig geschätzt, könnten die Bauarbeiten laut Fehr im Jahr 2023 beginnen. „Wir stehen aber noch am Anfang der Planungen“, meinte der Straßenplanungsleiter.

Demnach soll der 1,2 Kilometer lange Abschnitt der Straße zwischen dem Grünen Zentrum und der kleinen Brücke über die Ems komplett erneuert werden. „Wir sanieren nicht einfach die Decke, sondern bauen eine neue Straße“, erläuterte Fehr. Entstehen soll eine circa sechs Meter breite Fahrbahn mit einer Mittelmarkierung und einem zweieinhalb Meter breiten Geh- und Radweg, der anders als bislang nicht an der West-, sondern an der Ostseite der Straße entlangführt. Angedacht ist, auf einigen Abschnitten des jetzigen Radwegs später Bäume zu pflanzen. Vorgesehen sind zudem eine Reihe von Mittelinseln, die das Überqueren der Straße, über die täglich rund 2000 Fahrzeuge rollen, erleichtern sollen.

Die Pläne schließen auch die kleine Ems-Brücke ein. Diese soll ersetzt werden durch ein neues Bauwerk ein paar Meter östlich des jetzigen Standorts. Im Zuge der Arbeiten werde die momentan noch sehr scharfe Kurve leicht begradigt werden, berichtete Fehr. Die Fahrbahn der neuen Brücke wird 6,50 breit sein, das Bauwerk insgesamt kommt auf eine Breite von 10,75 Meter. Das Gute: Die neue Brücke bekommt auch einen Fuß- und Radweg, für den die Planer derzeit eine Breite von zweieinhalb Metern einkalkuliert haben.

Anders als zunächst angenommen, sei ein Planfeststellungsverfahren in diesem Fall nicht vorgeschrieben, um Baurecht für die neue Brücke herzustellen, berichtete Fehr.

Eine Sanierung der alten Kreisstraße (K 2) schloss Fehr aus. Deren Zustand sei schlichtweg zu schlecht. Während des Sturmtiefs „Friederike“, das vor ziemlich genau zwei Jahren auch in Saerbeck Schäden angerichtet hatte, waren zahlreiche Birken entlang der Hembergener Straße gekappt worden.

Laut Zeitplan des Straßenbauamtes werden in der zweiten Jahreshälfte die Vorplanungen fortgeführt und Entwürfe erstellt, so dass Ende dieses Jahres ein Grunderwerbsflächenplan vorliegt. 2021 würden dann die Erwerbsgespräche mit den Grundstückseigentümer entlang der Straße anstehen, so Fehr.

Aussagen zu den Kosten und zu den finanziellen Auswirkungen für den Saerbecker Haushalt könnten derzeit noch nicht gemacht werden, so Fehr. Laut Verwaltungsvorlage beteiligen sich Gemeinden mit 50 Prozent an den Kosten für einen Radwegebau entlang von Kreisstraßen.

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