Baustellenbesichtigung in St. Georg
Fast voller als der Gottesdienst

Saerbeck -

Umbau und Renovierung der St.-Georg-Pfarrkirche liegen aktuell im Zeitplan, war während der Baustellenbesichtigung am Sonntag zu erfahren. Knapp 100 Interessierten verschafften sich einen eigenen Eindruck vom Stand der Arbeiten und wie es am Ende werden soll. Der erste Eindruck: Wände und Gewölbe sind deutlich heller. Zurzeit zündet St. Georg die zweite Stufe einer Spendenkampagne für die Baukosten.

Montag, 09.03.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 17:08 Uhr
Georg Teigeler, Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Georg, während der Baustellenbesichtigung im Kirchengebäude.
Georg Teigeler, Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Georg, während der Baustellenbesichtigung im Kirchengebäude. Foto: Alfred Riese

Knapp 100 Menschen haben am Sonntag die Gelegenheit zur Baustellenbesichtigung in der St.-Georg-Pfarrkirche genutzt. Der Architekt Andreas Holtfrerich, Pfarrer Peter Ceglarek und Georg Teigeler , Zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands, erläuterten im Anschluss an den 10-Uhr-Gottesdienst den Stand der Umbau- und Renovierungsarbeiten.

Demnach sind die Malerarbeiten weitgehend abgeschlossen. Das sieht man Decken und Gewölbe deutlich an, die sich, vom Ruß der Jahrzehnte weitgehend befreit und zum Großteil neu gestrichen, wesentlich heller zeigen. Begonnen haben die Verlegearbeiten für die Bodenplatten unter anderem auf der neuen Altarinsel. In etwa 14 Tagen soll das Verlegen des Holzbodens links und rechts des Mittelgangs folgen. Die Kanzel ist bereits wieder an ihrer Säule aufgerichtet, die Beichtstühle folgen.

In Arbeit ist laut Georg Teigeler die Restauration der Kreuzweg-Bilder, die rechtzeitig zum geplanten Termin der Wiedereröffnung am Sonntag, 19. April, abgeschlossen sein soll. Die Stühle, die die Kirchenbänke an den Seitenbänken ersetzen, sind bestellt. Die Arbeiten für einen elektrischen Türöffner am linken Seiteneingang sind vergeben. Damit werde die St-Georg-Kirche weitestgehend barrierefrei, sagte Pfarrer Peter Ceglarek. Auch Elektrik, Heizung und Datenleitungen in dem denkmalgeschützten Gebäude werden modernisiert.

Der neue Altar aus Sandsteinblöcken und der neue Priestersitz, ebenfalls aus Sandstein, sind in Arbeit, erklärte Architekt Andreas Holtfrerich. Zusammen mit dem neuen Predigtpult sollen sie das Zelebrieren von Gottesdiensten auch zu den Seitenbänken hin ermöglichen.

Die Vorbereitungen zur Installation des Projekts „GeistesGegenwart“ laufen ebenfalls, so Peter Ceglarek. Dabei geht es im spirituellen Sinn um den Weg vom Hauptportal bis zum Hochaltar. Auf dieser Strecke sollen ein „leuchtendes Schaufenster des Gemeindeglaubens“ im Boden am Übergang von Turm zum Mittelgang, der Taufstein mit neuer Weihwasser-Schale, die Heiligen-Reliquien unter einer Glasscheibe im Boden vor dem Altar, der Altar selbst und der Hochaltar den Charakter von St. Georg als Wege-Kirche aufnehmen. Insgesamt „liegen wir noch im Zeitplan“, sagte Kirchenvorstands-Vize Georg Teigeler.

Während der Baustellenbesichtigung gab es durchaus kritische Anmerkungen, etwa die Frage nach ebenfalls barrierefrei zugänglich Toiletten im Kirchengebäude. Mehrfach wurde lobend hervorgehoben, dass sich allein schon Reinigung und Anstrich von Decken und Gewölbe „richtig gelohnt“ hätten.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7319121?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Nachrichten-Ticker