Corona II: Kommunale Sportanlagen gesperrt
SC Falke stellt Trainings- und Spielbetrieb ein

Saerbeck -

Jetzt ist erst einmal der letzte Ball getreten, der letzte Meter gelaufen und die letzte Kata-Figur im Karate gezeigt. Mit dem Sperren der kommunale Sportanlagen haben Hallen- wie Outdoor-Sportler Zwangspause.

Freitag, 13.03.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 18:00 Uhr
Der Stopp für den Trainings- und Spielbetrieb trifft auch die Jugendfußballabteilung.
Der Stopp für den Trainings- und Spielbetrieb trifft auch die Jugendfußballabteilung. Foto: Alfred Riese

Der SC Falke reagiert schnell. Am Donnerstagnachmittag hatte der Krisenstab im Rathaus beschlossen, alle kommunalen Sportplätze und -hallen für den Vereins- und Freizeitsport zu sperren. Damit soll die Ausbreitung des Corona-Virus gehemmt werden. Fast ohne Verzögerung setzte der größte Saerbecker Sportverein Verein in signalroter Schrift die Meldung auf seine Homepage, dass der „Trainings- und Spielbetrieb ab sofort eingestellt“ ist. Zeitgleich informierten Abteilungsleiter und Trainer via WhatsApp und auf anderen Kanälen Sportler und Eltern von Nachwuchssportlern.

„Die Gemeinde Saerbeck setzt die Empfehlung des Krisenstabes (des Kreises Steinfurt) um und sperrt ab sofort sämtliche kommunalen Sportplätze und auch die Saerbecker Sporthallen für den gesamten Vereins- und Freizeitsport, das heißt auch für den Trainingsbetrieb“, zitiert der Sportclub aus einer E-Mail des Sportamtsleiters Guido Attermeier , die am späten Donnerstagnachmittag an Akteure in Sachen Sport rausging. Weiter schreibt der Verein: „Der SC Falke Saerbeck bedauert diese Entscheidung für die Sportlerinnen und Sportler, bittet aber gleichzeitig um Verständnis, da wir alle bemüht sein müssen, mit allen Kräften den Personenkreis zu schützen, der durch die Ausbreitung des Corona-Virus ernsthafte gesundheitliche Probleme bekommt (ältere Mitmenschen oder aber Menschen mit Vorerkrankungen).“

„Schulsport findet weiter statt“, erklärte Attermeier am Freitagvormittag auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Zuständigkeit liege hier bei der Landesregierung, weil es sich um Veranstaltungen der Schulen handle, auf die die Gemeinde keinen Zugriff habe. Zur Begründung der jüngsten Maßnahmen, die ja heftige Einschnitte in das alltägliche Leben bedeuten, wurde Attermeier sehr deutlich: „Wer gesund ist, für den ist eine Infektion mit dem Corona wahrscheinlich kein Problem. Gefährlich wird es für die Menschen, die alt sind oder Vorerkrankungen haben. Für diese Menschen tun wir das.“

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