Architekt präsentiert Pläne für neue Regenbogen-Kindertagesstätte
Grünes Dach und grüne Fenster

Saerbeck -

„Freundlich“ und „unaufdringlich“ – so soll das Erscheinungsbild der neuen Regenbogen-Kita sein. Die Pläne für die Einrichtung, die in Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Georg am Emsweg entstehen soll, hat jetzt ein Planer der Politik präsentiert. Diese signalisierte Zustimmung und brachte die notwendige Änderung des Bebauungsplans auf den Weg.

Samstag, 09.05.2020, 06:29 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 15:42 Uhr
Die Einrichtung entsteht in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet.
Die Einrichtung entsteht in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet. Foto: Katja Niemeyer

Endgültig muss nun noch der Rat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag dem Entwurf für die geplante Regenbogen-Kindertagesstätte zustimmen. Im Haupt- und Finanzausschuss, der am Donnerstagabend tagte, stieß das Konzept des beauftragten Architekten aber bereits auf breite Zustimmung. Einstimmig wurde eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans auf den Weg gebracht.

Die Vorstellung des Entwurfs wurde von einer Reihe von Anwohnern verfolgt, die im Sitzungssaal auf den Stühlen für Zuschauer Platz genommen hatten. Wegen der Coronakrise waren die Volksvertreter für ihre Sitzung erneut ins größere Bürgerhaus ausgewichen. Die sechste Kita der Gemeinde soll auf der Freifläche neben der Friedhofskapelle in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem östlich angrenzenden Wohngebiet entstehen. Wenn auch der Rat grünes Licht gibt für die Pläne, werden diese im Rathaus eingesehen werden. Einen Monat lang besteht dann die Möglichkeit, Einwendungen zu machen, die von der Verwaltung geprüft werden.

Auf die Frage von Ewald Baar (Bündnis 90/Die Grünen) nach möglichen Lärmschutzmaßnahmen verwies Bürgermeister Wilfried Roos auf die endgültige Beschlussfassung. Dabei, sagte er, könnten entsprechende Maßnahmen berücksichtigt werden. Wenngleich: Nach dem Landesimmissionsschutzgesetz ist Kinderlärm hinzunehmen.

Die Kita, die in Trägerschatz der Pfarrgemeinde St. Georg entsteht und die die provisorische Einrichtung zwischen der St.-Marien-Kita und dem Seniorenzentrum ersetzen soll, bietet Platz für vier Gruppen. So viele benötigt die Gemeinde Saerbeck in jedem Fall. Nach jüngsten Berechnungen des Kreisjugendamtes könnte im kommenden Jahr sogar ein Bedarf für zwei weitere Gruppen bestehen.

Geplant ist ein eingeschossiger Bau in L-Form, der lediglich im Bereich eines Mehrzweckraums von einer Art Spitzdach überragt wird. Nach den Worten des Architekten, den die Pfarrgemeinde beauftragt hat, soll ein „relativ energieautarkes“ Gebäude entstehen. So kommt etwa für die Energieversorgung eine Wärmepumpe zum Einsatz. Vorgesehen ist zudem, das komplette Dach der Einrichtung zu begrünen.

In der Sitzung beschrieb der Architekt die Bauweise als „freundlich“ und „unaufdringlich“. Für die Gestaltung der Außenfassade schlägt er Klinker und – im Bereich des Mehrzweckraums – Holz vor. Ein Hingucker dürften die großen bodentiefen, hellgrünen Fenster werden, die so breit sind, dass sie auf ihrer Unterseite auch als Sitzfläche dienen können.

Neben Gruppen- und Nebenräumen ist in dem Entwurf auch Platz für eine kleine Mensa mit Speisesaal vorgesehen. Es gibt ein großes rundförmiges Foyer sowie einen überdachten Eingangsbereich. Gedacht wurde ferner an einen wetterfesten Abstellplatz für Fahrräder und ähnliche Gefährte.

Roos hatte sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt zuversichtlich gezeigt, dass die Kita, die Platz bietet für 65 bis 70 Babys und Kinder, im August kommenden Jahres bezugsfertig ist. Dann wären es rund drei Jahre, in denen die Kinder in den roten Pavillons betreut werden, die einst wegen fehlender Plätze aufgestellt worden waren.

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