Wohnbebauung am Eschgarten
Hanfteichweg – aus zwei mach eins

Saerbeck -

Im Bereich Eschgarten soll jetzt ein neues Baugebiet entstehen: Hanfteichweg.

Dienstag, 23.06.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 15:58 Uhr
Das Areal für das Neubaugebiet Hanfteichweg. Eigentlich hatte die Gemeinde versucht, hier zwei Wohngebiete zu planen, um den Prozess zu beschleunigen.
Das Areal für das Neubaugebiet Hanfteichweg. Eigentlich hatte die Gemeinde versucht, hier zwei Wohngebiete zu planen, um den Prozess zu beschleunigen. Foto: Geoportal NRW

Mit zwei Baugebieten sollte es schneller gehen. Aber jetzt werden wohl aus zwei eins gemacht – und am Eschgarten wird ein neues Baubegebiet entstehen: „Hanfteichweg“. Das Areal ist noch nicht durchgeplant, laut Bauamtsleiter Andreas Bennemann wird es aber auf einer Fläche von rund 4,4 Hektar Platz für 70 Baugrundstücke haben.

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ging es um die etwas verzwickte Geschichte dieses neuen Bebauungsgebietes für Saerbeck. Denn ursprünglich hatte die Gemeinde im vergangenen Jahr vorgehabt, hier zwei kleinere Bebauungsgebiete auszuweisen: Eschgarten 3 und 4.

Mehr ein Trick. Denn bis Dezember 2019 bot der Paragraf 13b des Baugesetzbuches die Möglichkeit, Baugebiete unter 10 000 Quadratmetern zu genehmigen, die einen direkten Anschluss an vorhandene Wohngebiete haben. Eschgarten 2 liegt direkt nebenan, in den 80er Jahren hat man die Erschließungsstraßen an den Rändern so münden lassen, dass eine Anbindung weiterer Baugebiete möglich gewesen wäre.

Doch der Regierungspräsident hatte die Pläne der Gemeinde verhindert. Eschgarten 3 und 4 lagen dem RP doch zu eng beieinander, weshalb am Donnerstag im Rat der Aufstellungsbeschluss für das zusammengefasst Gebiet gefasst werden muss.

Den Haupt- und Finanzausschuss passierte der Plan ohne Gegenstimmen. Für Planer Bennemann hat das neue Gebiet Handteichweg einen Nachteil. Die Erschließung wird länger dauern. Erst muss – anders als mit dem Paragrafen 13 b – eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werden: „Und die Fachbüros dafür sind schwer zu bekommen.“ Zudem könnten Gutachten etwa über das Brutverhalten von Vögeln in dem Gebiet nur in der Brutzeit gemacht werden – nächstes Frühjahr. Bennemann rechnet mit etwa eineinhalb Jahren bis zur Erschließung des Gebiets.

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