Ferienspaß: Kolpingsfamilie vermeldet Rekord-Nachfrage – aber trotzdem noch freie Plätze
Solarboot bauen – wer hilft?

Saerbeck -

Am Montag beginnt das Ferienspaßprogramm der Kolpingsfamilie. Wegen der Coronakrise und den dadurch bedingten Hygiene- und Abstandsregeln haben die Organisatorinnen Kerstin Ahlert und Heike Koch neue Angebote aufgenommen. Diese sowie alt bekannte Veranstaltungen wie die Gummibärchen-Manufaktur stoßen auf sehr große Nachfrage. Zusätzliche Termine wurden deshalb anberaumt. In einigen Fällen mussten die kleinen Teilnehmer sogar vertröstet werden, weil es an Plätzen fehlt.

Freitag, 26.06.2020, 05:26 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 16:50 Uhr
Der Renner im Ferienspaßprogramm: Gummibärchen – selbst hergestellt. Wegen der großen Nachfrage hat das Organisationsteam zwei weitere Termine anberaumt.
Der Renner im Ferienspaßprogramm: Gummibärchen – selbst hergestellt. Wegen der großen Nachfrage hat das Organisationsteam zwei weitere Termine anberaumt. Foto: Alfred Riese

Das Ferienspaßprogramm der Kolpingsfamilie war immer ein Selbstläufer. Regelmäßig waren bereits nach wenigen Stunden die allermeisten Plätze vergeben. Nun konnten sich Kerstin Ahlert und Heike Koch , die das Programm auf die Beine gestellt haben, vor Anmeldungen aber fast nicht retten. 793 ausgefüllte Formulare holten sie kürzlich aus dem Briefkasten des Mehrgenerationenhauses hervor. Das, sagt Ahlert, „könnte ein neuer Rekord sein“. Bislang lag die Beteiligung bei 600 bis 650 gebuchten Kursen.

Die große Nachfrage freut die beiden Organisatorinnen. Hatte es doch anfangs wegen der Coronakrise Zweifel gegeben, ob und in welchem Umfang das Ferienspaßprogramm überhaupt hätte stattfinden können. Mit Unterstützung der Gemeinde, die unter anderem die alte Hauptschule als Veranstaltungsort zur Verfügung stellt, listet das Programm insgesamt 56 Angebote auf und damit nur unwesentlich weniger als in den Jahren zuvor. 35 davon seien allerdings bereits ausgebucht, stellt Ahlert fest. Besonders beliebt: die Gummibärchen-Manufaktur der der Linden-Apotheke, der Kletterwald und das Kino. Aber auch Ponyreiten und Brandmalerei kommen gut an bei den kleinen Teilnehmern.

Um dennoch möglichst vielen Kindern und Jugendlichen diesen Spaß zu ermöglichen, gebe es nunmehr weitere Termine, berichtet die Mitarbeiterin der Kolpingsfamilie. Zur Gummibärchen-Herstellung lädt die Apotheke sogar drei Mal ein.

Neu im Programm sind – coronabedingt – die Bastelpakete für zu Hause und ein Foto- und Malwettbewerb sowie diverse Familienveranstaltungen wie Rallyes mit dem Rad und zu Fuß. Sie alle, betont Ahlert, seien sehr gefragt.

Gleiches gilt für die Kulturrucksack-Angebote. Weil in diesem Bereich keine zusätzlichen Veranstaltungen angeboten werden – die Fördermittel des Landes NRW sind begrenzt – mussten die Organisatorinnen einigen Kindern absagen. „Wir haben per Losverfahren ermittelt, wer leider nicht dabei sein kann“, erläutert Ahlert. Beim Silberschmuck herstellen, Fische filzen und Stühle bemalen kann demnach nicht jedes Kind mitmachen, das sich hierfür angemeldet hatte.

Zugleich gibt es aber auch noch freie Plätze. Für den Bau eines Fischdosen-Solarboots etwa wird noch tatkräftige Unterstützung benötigt. Auch für das Emoji-Häkeln setzt die Kolpingsfamilie auf weitere fleißige Hände. Kapazitäten gibt es darüber hinaus beim Husky-Wandern, in der Spielerunde, der Kreativwerkstatt, beim Multi-Kulti-Frühstück, im Yoga-Workshop, beim Bau eines Wikingerschachspiels, beim Hip-Hop-Tanzen und beim Familien-Sportabzeichen.

Wegen der Pandemie war die Kolpingsfamilie auf ein postalisches Anmeldeverfahren umgestiegen. „Das hat sehr gut funktioniert“, bilanziert Ahlert. Bislang hatte sich regelmäßig eine lange Schlange mit Wartenden vor dem Mehrgenerationenhaus gebildet. Wenn am Dienstag vor Beginn der Sommerferien um 17 Uhr die Anmeldung begann, stand so manche Mutter oder so mancher Vater bereits seit zwei Stunden vor der Tür. Denn die begrenzten Plätze wurden der Reihe nach vergeben. Ob die Kolpingsfamilie auch nach Corona an der Anmeldung per Brief festhält, bleibt abzuwarten. Bequemer wäre es in jedem Fall.

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