Schützenvereine und kfd sollen mit Heimatpreis ausgezeichnet werden
„Zum Wohle aller Saerbecker“

Freitag, 03.07.2020, 05:10 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 14:40 Uhr
Schützenvereine und kfd sollen mit Heimatpreis ausgezeichnet werden: „Zum Wohle aller Saerbecker“
Foto: Marlies Grüter

In den Genuss kommen die Frauen der kfd St. Georg sowie die vier Saerbecker Schützenvereine, die zusammen rund 720 Mitglieder zählen. Auf die Konten der vier Schützenvereine wird ein Preisgeld von insgesamt 4000 Euro überwiesen, 1000 Euro erhält die kfd. Das hat der Rat der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

„Mit dem Preisgeld können unsere jährlichen Aktivitäten unterstützt werden“, betont Reinhard Renger-Weinert . Der Vorsitzende des Bürgerschützenvereins Dorfbauerschaft-Middendorf verschweigt aber auch nicht, dass die Finanzspritze wie gelegen kommt zum Ausgleich von coronabedingten Verlusten.

Wann die offizielle Übergabe der Heimat-Trophäe erfolgt, ist wegen der Krise derzeit noch ungewiss. „Irgendwann im Herbst“, hofft Saerbecks Kämmerer Guido Attermeier. Einmal ist die begehrte Auszeichnung aus Holz und Plexiglas in Form eines Hauses und mit pinkfarbenem Rahmen und NRW-Landtagswappen bislang von Düsseldorf ins Saerbecker Rathaus geschickt worden. Das Exemplar steht seit Ende vergangenen Jahres im Kaminzimmer des Brennereimuseums, Heimstätte des Heimatvereins, der als erster Saerbecker Verein ausgezeichnet worden war. Mit dem Preisgeld wurde inzwischen unter anderem der Schornstein des Museums saniert.

Mit dem Heimatpreis will die Landesregierung nach eigenen Angaben das Engagement von Menschen wertschätzen, „die ihre Heimat jeden Tag im Großen wie im Kleinen gestalten“. Der Preis wurde bereits in 140 Kommunen und Kreisen verliehen. Gemeinden wie Saerbeck können jeweils ein Preisgeld von 5000 Euro ausloben (Kreise: 10 000 Euro, kreisfreie Städte: 15 000 Euro).

Gefördert werden Projekte und Beiträge, die die lokale Identität stärken und bewahren sowie Traditionen und Brauchtümer erhalten. Außerdem Aktivitäten, die einem gemeinschaftlichen Zusammenleben dienen. Als weiteres Vergabekriterium hat sich der Rat auf die Steigerung der Attraktivität von öffentlichen Orten und Gebäuden verständigt.

Die kfd hatte in ihrem Antrag unter anderem auf Veranstaltungen wie Gottesdienste und das Adventscafé hingewiesen, die einer breiten Öffentlichkeit offen stehen. Mit der Einnahme von Spenden würden ferner nicht nur karitative Einrichtungen unterstützt, sondern auch das Wir-Gefühl gestärkt. Seit fast 40 Jahren ist die kfd zudem Ausrichter des Frauenkarnevals – eine Veranstaltung, die laut kfd zu einer Stärkung der Gemeinschaft beiträgt.

Die Bürgerschützenvereine Saerbeck-Dorf sowie Westladbergen, die Bürgerschützengesellschaft Sinningen und der Schützenverein Dorfbauerschaft-Middendorf hatten sich gemeinsam um den Preis beworben. In ihrem Antrag erinnern sie daran, dass die deutsche Unesco-Kommission das Schützenwesen vor einigen Jahren in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen hat. „Die Förderung des Gemeinschaftssinns, der Heimatpflege und die Pflege der heimatlichen Sitten und Gebräuche stehen im Mittelpunkt der Arbeit der Schützenvereine“, heißt es in dem Antrag weiter. Ihre kulturelle Tätigkeit, bilanzieren die Vereine, sei „zum Wohle aller Saerbecker Bürger“.

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