Maximilian-Kolbe-Gesamtschule als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet
Zur Anschauung ein WC aufgestellt

Saerbeck -

Das Engagement der Kinder und Jugendlichen ging über den Unterricht hinaus, Projekte und Mit-Mach-Aktionen wurden organisiert.

Donnerstag, 27.08.2020, 10:30 Uhr
„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“: Dass die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule sich so nennen darf, dafür haben die Schüler Lukas und Tom (von links) und sechs weitere Schüler sowie Lehrerin Tina Worringer gesorgt. Maarten Willenbrink, kommissarischer Schulleiter, freut sich über die Auszeichnung.
„Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“: Dass die Maximilian-Kolbe-Gesamtschule sich so nennen darf, dafür haben die Schüler Lukas und Tom (von links) und sechs weitere Schüler sowie Lehrerin Tina Worringer gesorgt. Maarten Willenbrink, kommissarischer Schulleiter, freut sich über die Auszeichnung. Foto: Katja Niemeyer

„Ich hätte nicht gedacht, dass man so leicht Plastik einsparen kann.“ Tom, der in die Klasse 8c der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) geht, zieht seine Augenbrauen hoch. Der 13-Jährige hat viel gelernt in Sachen nachhaltige Entwicklung. Er gehört zu der Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die zusammen mit der Lehrerin Tina Worringer darauf hin gearbeitet hat, dass die MKG erneut als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet wurde.

Ein Titel, mit dem diese werben kann, der aber auch verpflichtet. Und zwar zu einem Engagement über den Unterricht hinaus. Für die Kampagnen-Arbeit „opferten“ die Kinder und Jugendlichen eine Mittagspause pro Woche. In der Zeit organisierten sie mit Unterstützung von Tina Worringer Projekte und Mit-Mach-Aktionen.

Schon zur Tradition geworden ist das Feldscheunenprojekt, bei dem die Schüler in den Herbstferien mit Hilfe eines Tischlers Hütten bauen, in denen sich Weidetiere unterstellen können.

Zum Arbeitsprogramm gehörten darüber hinaus zwei Frühstückstische, die die Kids im Forum der Schule aufbauten. Der eine prall gefüllt mit regionalen Produkten, der andern mit Leckereien, die zum Teil aus entfernten Regionen der Welt stammen, wie etwa Äpfel aus Neuseeland.

Für einen weiteren Anschauungsunterricht schoben die Schüler eine Toilettenschüssel in die Schule. Diese, so erläutert der 14-jährige Lukas während eines Gesprächs mit der Presse, funktioniere ohne Wasser und sei mithin besonders wertvoll für Menschen, die in wasserarmen Kontinenten wie Afrika leben. Die Schüler führten vor, wie die Toilette auch sehr gut mit Streu gereinigt werden kann.

Für die Agenda-Arbeit wurde die MKG rückwirkend für die Jahre 2016 bis 2020 ausgezeichnet. Der Preis wurde ihr schon mehrmals verliehen, erstmals im Jahr 2003.

Die Kampagnenarbeit für „Schule der Zukunft“ ist ein offenes Angebot für alle Schüler. Es konkurriert mit anderen Projekten wie „Jugend forscht“, aber auch mit diversen Spielmöglichkeiten im Keller der Schule.

Lehrerin Worringer kündigt an, dass sich die Schule erneut bewerben will. Die nächste Kampagne startet Anfang September. Die Schule erstellt zunächst einen sogenannten Steckbrief, in dem sie sich und ihre Projekte vorstellt und der immer wieder angepasst wird.

Mit der Kampagne „Schule der Zukunft“ will die Landesregierung erreichen, dass eine Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker in den Unterricht und in den Schulalltag integriert wird.

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