Bildhauerkurs des Kunstvereins
Die mit den Steinen sprechen

Saerbeck -

Mit Steinen sprechen kann nicht jeder. Aber für die Teilnehmer des kürzlich stattgefundenen Bildhauerkurses gehört diese Gabe quasi mit zum Handwerk.

Dienstag, 29.09.2020, 13:54 Uhr
Stolz präsentierten die Künstler ihre Arbeiten aus diversen Steinen. Der Kurs wurde unter anderem von Kurt Kösters (rechts) geleitet.
Stolz präsentierten die Künstler ihre Arbeiten aus diversen Steinen. Der Kurs wurde unter anderem von Kurt Kösters (rechts) geleitet. Foto: tük

„Talking with the Stone“, wie es in Fachkreisen heißt, beschreibt, wie der Künstler zum Motiv kommt.

Seit 2009 veranstaltet der Saerbecker Kunstverein diese Kurse regelmäßig und bereits zum dritten Mal stellte Ulla Liesenkötter ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

„Trotz Corona oder vielleicht sogar wegen Corona war die Nachfrage so groß, dass wir tatsächlich einige Interessenten auf nächstes Jahr vertrösten mussten“, freute sich der Vorsitzende Kurt Kösters . Gemeinsam mit Hans Zinke und Dr. Kai Dormann übernahm er die Leitung der Werkstatt, wobei sich alle vorbildlich an alle Sicherheitsregeln gehalten haben. „Da wir sowieso gerne unter freiem Himmel arbeiten, war das für uns jetzt keine große Veränderung“, so Kösters.

Brigitte Dolle, Ulla Liesen-kötter, Beata Andree, Diane Liesenkötter-Wedlich, Anita Diekmann, Andreas Niermann und Simon Koob hämmerten, meißelten und hauten in die zum Teil spröden Steine, bis wunderbare Figuren entstanden. Ob ein ins Meer eintauchender Fisch, eine Schildkröte, ein Uhu oder abstrakte Figuren, wie etwa eine Möbiusschleife, traten aus dem Serpentin, Alabaster oder Sandstein hervor. Welches Motiv es wurde, ergab sich aus dem Dialog zwischen Stein und Künstler, also beim „mit dem Stein sprechen“.

Obwohl das kulturelle Leben seit März fast gänzlich still stand, stimmte es optimistisch, dass solche Veranstaltungen nicht nur möglich waren, sondern auch auf große Resonanz stießen.

Neben der Bildhauerwerkstatt plant der Kunstverein für 2021 unter anderem einen Malkurs für Erwachsene, einen Kurs „Beton gießen“ und die Kindermalkurse sollen, sobald es geht, wieder fortgeführt werden. Was konkret mit dem Beton angestellt werden soll erläutert Kurt Kösters so: „Um unsere eigenen Kunstwerke vervielfältigen zu können, müssen wir eine Schablone aus Kunststoff herstellen, die mit Beton aufgegossen wird. Im Klartext machen wir Kopien.“

Bleibt zu hoffen, dass alle Projekte in die Tat umgesetzt werden können.

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