Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“: Beratungen über Verteilung der Mittel dauern an
Einvernehmliche Lösung ist in Sicht

Saerbeck -

Mit dem Programm werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung , zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert.

Montag, 23.11.2020, 11:00 Uhr
An seinem bisherigen Standort kann der Reitverein St. Georg nicht bleiben, weil dort ein Neubaugebiet entstehen soll. Die Planungen für die Umsiedlung sind im Gang.
An seinem bisherigen Standort kann der Reitverein St. Georg nicht bleiben, weil dort ein Neubaugebiet entstehen soll. Die Planungen für die Umsiedlung sind im Gang.

300 000 Euro fließen aus dem „Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes NRW nach Saerbeck. Das Geld soll zwischen dem SC Falke , dem Reitverein St. Georg und der Schießgruppe des Bürgerschützenvereins Saerbeck-Dorf aufgeteilt werden. Die Entscheidung über die jeweilige Zuschusshöhe steht noch aus.

Wie Stefan Kipp , Vorsitzender des Kreissportbundes auf Nachfrage mitteilt, hat der SC Falke zwar kürzlich seinen finanziellen Bedarf konkretisiert. Wegen der besonderen Situation, in der sich der Reitverein derzeit befindet, dauerten die Beratungen aber weiter an. Die St.-Georg-Reiter müssen, wie berichtet, ihren Standort wechseln, weil an ihrer bisherigen Heimstätte ein Neubaugebiet entstehen soll. Zur Diskussion steht, dass sie auf eine Fläche westlich der Riesenbecker Straße ausweichen.

Die Planungen ziehen sich aber hin. Im vergangenen Jahr, als in anderen Kommunen bereits Anträge geschrieben wurden, „war die Zukunft des Reitvereins noch unsicher“, erläutert Kipp. Weshalb eine Entscheidung über die Verwendung der Mittel in dieses Jahr verschoben worden sei. Nachdem der SC Falke nun seinen finanziellen Förderbedarf berechnet hat, sollen die Beratungen fortgesetzt werden. Daran beteiligt sind neben Kipp auch Vertreter der Vereine und der Gemeinde. Der Vorsitzende des Kreissportbundes zeigt sich zuversichtlich, dass eine einvernehmliche Lösung gefunden wird.

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Unter der Voraussetzung, dass etwa eine Sanierung unwirtschaftlich wäre, würde auch der in der Saerbeck geplante Neubau einer Reithalle finanziell unterstützt, betont Kipp.

Mit dem Förderprogramm erhalten Vereine erstmalig Zuwendungen direkt aus der Landeskasse. Bislang werden sie vor allem mit Mitteln aus der Sportpauschale des Gemeindehaushaltes unterstützt. Nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz hängt die Höhe dieser Pauschale von der jeweiligen Einwohnerzahl einer Kommune ab. Wobei eine kleine Gemeinden wie Saerbeck einen Grundbetrag von jährlich 60 000 Euro überwiesen bekommen. Dieser diente nun als Grundlage für die Berechnung des Zuschusses aus dem Sportstätten-Programm. Wie Kipp erläutert, wurde die Sportpauschale – sie wird nicht ersetzt durch das neue Programm, sondern fließt weiter – mit dem Faktor fünf multipliziert. Die Förderquote liegt zwischen 50 und 90 Prozent, den Rest muss der jeweilige Verein selbst aufbringen.

Verteilt auf drei Jahre stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. Nach Angaben der Staatskanzlei für Sport profitieren davon bislang mehr als 1000 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7690419?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F185%2F
Nachrichten-Ticker