Offene Kinder- und Jugendarbeit der Kolpingsfamilie präsentiert neues Programm
Herausforderung digital gemeistert

saerbeck -

Trotz der Unwägbarkeiten durch Corona hat die Kolpingsfamilie ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit hat erstmals auch Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse im Angebot.

Dienstag, 19.01.2021, 11:00 Uhr
Dauerbrenner Tastschreiben: Im Programm der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Kolpingsfamilie finden sich Termine für den Kurs.
Dauerbrenner Tastschreiben: Im Programm der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Kolpingsfamilie finden sich Termine für den Kurs. Foto: Kolpingbildungswerk

Seitdem die diversen Corona-Schutzverordnungen in der Pandemie mehr als einmal das Programm der Kolpingsfamilie durcheinander gewirbelt haben, ist Kerstin Ahlert vorsichtig geworden bei den Planungen für dieses Jahr. Startpunkt für die Treffs, Werkstätten und Kurse soll erst im Frühjahr sein. Bis dahin, so hofft wohl nicht nur die Leiterin der offenen Kinder- und Jugendarbeit, ist das Infektionsgeschehen zurückgegangen, gehören die massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben der Vergangenheit an.

Ganz sicher weiß das aber niemand. Die Angebote, die vor Kurzem auf der Homepage der Kolpingsfamilie veröffentlicht wurden und für die man sich bereits anmelden kann, beginnen deshalb nur unter Vorbehalt zu den angegebenen Terminen. Trotz dieser Unwägbarkeiten hat die Kolpingsfamilie ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, das sogar ein Paar neue Angebote enthält.

Ein Selbstbehauptungskurs etwa und ein Selbstverteidigungsworkshop hat Kerstin Ahlert erstmals aufgenommen ins Programm. Die Idee kam ihr, als die Kolpingsfamilie zusammen mit der St.-Georg-Pfarrgemeinde ein institutionelles Schutzkonzept entwickelte, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Unter dem Motto „Mutige Kinder sind starke Kinder“ sollen die kleinen Teilnehmer lernen, selbstsicher aufzutreten und sich zu verteidigen. Geleitet werden der Kurs und der Workshop von Kai Milbradt, Anti-Gewalt-Trainer und Erzieher.

Neu ist auch der Plotter-Workshop. Mit Hilfe einer speziellen Technik können Jugendliche ab zwölf Jahren darin zum Beispiel eine Tasche nach ihren eigenen Ideen gestalten.

Aber auch Dauerbrenner wie Tastschreiben sind wieder im Programm der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Teilnehmen können Schüler und Schülerinnen im Alter von zehn bis 15 Jahren. In dem Kurs lernen sie, im Zehn-Finger-System zu tippen. Erste Termine waren ursprünglich für Ende Januar angesetzt worden. Sie sind aber schon wieder gestrichen.

Im Kinderkochclub sollen wieder die Kochlöffel geschwungen und in der Nähwerkstatt mit Nadel und Faden hübsche Taschen, Kissen und Mäppchen entstehen.

Und auch der offene Kindertreff soll vielleicht schon im Frühjahr wieder zur gewohnten Zeit zum Spielen einladen. Die virtuellen Treffen, die Kerstin Ahlert während des letzten Lockdowns organisiert hatte, seien zwar „sehr schön“ gewesen, weil sie ein Gefühl von Gemeinschaft entstehen ließen. Mit Hilfe einer Video-Software bastelten und kochten die Kids unter Anleitung. Sie machten Experimente und manchmal spielten sie auch einfach nur. Aber auch wenn Kerstin Ahlert und ihre Kolleginnen die Herausforderungen dieser Pandemie digital meisterten – auf reale Treffen freut sie sich dennoch. Und mit ihr bestimmt auch die Kinder und Jugendlichen.

Und wenn die Corona-Krise für die offene Kinder- und Jugendarbeit etwas Positives hervorgebracht, dann sind es wohl die riesigen Fortschritte, die im Bereich der Digitalisierung gemacht wurden. So sollen die Anmeldungen für die Kurse und Workshops künftig online erfolgen. Und nicht nur hierfür setzt die Kolpingsfamilie auf eine Anmeldung per Mausklick. Auch die Teilnahme für die rund 80 Ferienspaß-Veranstaltungen sollen sich Kinder und Eltern künftig auf digitalem Weg sichern können.

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