Ohne Smartphone und Co.: MGH und „JuZe“ setzen Rätsel-Tour durchs Dorf fort
„Einfach mal raus aus dem Haus!“

Saerbeck -

Viele Kinder verbringen seit Wochen praktisch zu Hause einen Großteil ihrer Zeit vor dem Bildschirm, diese Situation muss geändert werden.

Freitag, 12.03.2021, 11:15 Uhr aktualisiert: 12.03.2021, 11:20 Uhr
Kerstin Ahlert (l.) vom MGH hatte die Idee zu der Aktion „Raus aus dem Haus“, Thomas Schreiber (2.r.) vom „JuZe“ setzte sie um. Zusammen mit „JuZe“-Leiterin Gabriele Grothaus-Schreiber sind sie erfreut über die große Resonanz. Die Jungen Till, Nils, Leo und Jakob haben schon viele Quizfragen gelöst.
Kerstin Ahlert (l.) vom MGH hatte die Idee zu der Aktion „Raus aus dem Haus“, Thomas Schreiber (2.r.) vom „JuZe“ setzte sie um. Zusammen mit „JuZe“-Leiterin Gabriele Grothaus-Schreiber sind sie erfreut über die große Resonanz. Die Jungen Till, Nils, Leo und Jakob haben schon viele Quizfragen gelöst. Foto: Katja Niemeyer

Die Umgebung erkunden, klug kombinieren und die Augen offenhalten – bei der Rätsel-Tour „Raus aus dem Haus“ sind Kinder und Jugendliche voll und ganz gefordert. Das können Till, Nils, Leo und Jakob aus eigener Erfahrung bestätigen. Die Jungen haben schon so manches Quiz gelöst. Einige von ihnen machten sich mit dem Kettcar samt Anhänger auf den Weg durchs Dorf. „Das hat Spaß gemacht“, erklärt der siebenjährige Till. Und Zeit für eine kleine Stärkung zwischendurch war auch drin: Die nutzten er und seine Detektivkollegen für einen Abstecher zur Eisdiele.

Die Aktion „Raus aus dem Haus“ haben der Bereich offene Kinder- und Jugendarbeit im Mehrgenerationenhaus (MGH) und das Jugendzentrum „JuZe“ ins Leben gerufen. Sie läuft bereits seit fast drei Wochen, wird nun aber auch wegen einer großen Resonanz bis auf Weiteres fortgeführt. Rund 50 Kinder und Jugendliche haben sich – teils mit Freunden, Geschwistern oder Eltern – auf Rätsel-Tour durchs Dorf begeben.

Insgesamt drei unterschiedliche Quizangebote stehen zur Auswahl. Bei der Badesee-Tour müssen zum Beispiel Kilometerangaben addiert und Tiere gezählt werden. Bei einer weiteren Tour werden die Teilnehmer zu kleinen Detektiven, die einen Fall von Lebensmittelverunreinigung in einer Imbissbude lösen müssen. Nur so viel sei verraten: Die Pommes frites und die Currywurst eines natürlich fiktiven lokalen Fast-Food-Anbieters sollen nach Seife schmecken.... . Bei der dritten Tour gehen die Kinder und Jugendlichen unter die Jäger und Sammler. Statt nach Spuren aus der Steinzeit zu suchen, sind sie aber im Hier und Heute unterwegs und zählen unter anderem die Ladestationen für Elektroautos in der Nähe der Bürgerscheune.

Die Idee zu der Aktion hatte Kerstin Ahlert, Leiterin der offenen Kinder- und Jugendarbeit im MGH. Die Kids, erläutert sie, „sind seit Wochen praktisch zu Hause und verbringen vermutlich einen Großteil ihrer Zeit vor dem Bildschirm“. Eine Situation, in der Kerstin Ahlert befand: „Sie müssen einfach mal raus aus dem Haus!“

Um die Umsetzung kümmerte sich Thomas Schreiber vom „JuZe“. Er entwarf die bunten Pläne und Skizzen und überlegte sich die Fragen. Wichtig bei allen Aufgaben: Um sie zu lösen, dürfen keine digitalen Medien zum Einsatz kommen. Die Kinder und Jugendlichen ziehen nur mit einem Kugelschreiber und dem Rätselbogen in der Tasche los: Zu Fuß, mit dem Rad – und manche auch mit einem Kettcar.

 

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