Warum der Saerbecker Landwirt Rainer Hoppe in Melkroboter investiert hat
Datenflut im Kuhstall

Saerbeck -

Für die Melkroboter nahm Rainer Hoppe einen Kredit auf. Der Landwirt ist überzeugt, dass sich die Investition lohnt. Seine rund 100 Tiere seien gesünder und könnten länger Milch geben, weil das Gerät eine lange Liste mit Gesundheitsdaten produziert und er so immer weiß, wenn etwas nicht stimmt mit einer Kuh. Von Katja Niemeyer
Freitag, 02.04.2021, 07:31 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.04.2021, 07:31 Uhr
Managt seine Kuhherde per Computer: Landwirt Rainer Hoppe (rechts), der den Milchviehbetrieb von seinem Vater Heinrich übernahm.
Managt seine Kuhherde per Computer: Landwirt Rainer Hoppe (rechts), der den Milchviehbetrieb von seinem Vater Heinrich übernahm. Foto: Katja Niemeyer
Hanna hat noch nicht ganz den Melkstand betreten, da erscheinen auf einem Display überm Futtertrog ihr Name und ihr Gewicht, wie viel Milch sie zuletzt gegeben hat und welche Sorte Kraftfutter gerade in den Trog vor ihr rieselt. Die 719 Kilogramm schwere Rotbunte mit der Nummer 22 steht an diesem windigen Vormittag in einem der beiden Melkroboter im Stall von Rainer Hoppe. Die Prozedur lässt sie malmend über sich ergehen. Auch von dem Zischen und Rattern des Automaten, der sich, ausgelöst von einem Transponder an ihrem Halsband, in Gang setzt, lässt Hanna sich nicht aus der Ruhe bringen. Während sie vorn im Melkstand ihre Portion Futter vertilgt (durch die sie überhaupt erst angelockt wurde), scannt hinten der Arm des Roboters mittels eines 3-D-Lasers ihr Euter und erfasst dessen Ausmaße. Surrend nähern sich sodann rotierende rot-weiße Bürsten. „Damit wird der Strich gereinigt und der Milchfluss stimuliert“, erläutert der Landwirt.
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