Neubau der Regenbogen-Kita: Sichtschutz soll Störungen vermeiden
Zwischen Kapelle und Wohnhäusern

Saerbeck -

Die Lage der neuen Regenbogen-Kindertagesstätte zwischen Friedhofskapelle und Einfamilienhäusern hat bisweilen für Erstaunen gesorgt. Einige fragten sich, ob Trauergesellschaften künftig von Kinderlärm gestört werden könnten. Andere meinten, dass es mit der Ruhe in ihrem Garten vorbei sein könnte. Georg Teigeler vom Kirchenvorstand beruhigt: „Es gibt eine einvernehmliche Lösung.“

Freitag, 09.04.2021, 07:34 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 07:40 Uhr
Die Bauarbeiten für die neue Regenbogen-Kita liegen im Zeitplan. Am 1. August soll Eröffnung sein. Auf einer Fläche neben der Friedhofskapelle entsteht ein L-förmiger Flachdachbau mit einem Pultdach in der Mitte.
Die Bauarbeiten für die neue Regenbogen-Kita liegen im Zeitplan. Am 1. August soll Eröffnung sein. Auf einer Fläche neben der Friedhofskapelle entsteht ein L-förmiger Flachdachbau mit einem Pultdach in der Mitte. Foto: Katja Niemeyer

Die Lage der neuen Regenbogen-Kindertagesstätte zwischen Friedhofskapelle und Einfamilienhäusern hat bisweilen für Erstaunen gesorgt. Einige fragten sich, ob Trauergesellschaften künftig von Kinderlärm gestört werden könnten. Andere meinten, dass es mit der Ruhe in ihrem Garten vorbei sein könnte.

Georg Teigeler hat, wie er sagt, Verständnis für Bedenken wie diese. Auch deshalb lud der Zweite Vorsitzende des Kirchenvorstands von St. Georg frühzeitig Anwohner zu einem Ortstermin ein. Dabei sei es zu einer „einvernehmlichen Lösung“ gekommen. So soll am westlichen Rand des Kita-Grundstücks durch Pflanzen und Sträucher ein Sichtschutz zu den Wohngrundstücken entstehen.

Und auch zur Friedhofskapelle hin soll es eine optische Abtrennung geben, vielleicht in Form von Palisaden, das stehe aber noch nicht endgültig fest, so Teigeler, der auch Sprecher des Friedhofsausschusses ist. Der Neubau sei außerdem so geplant geworden, dass an der östlichen Seite lediglich Funktionsräume, aber keine Gruppenräume entstehen. Der Spielplatz wurde im Innenhof eingeplant und wird somit durch das Gebäude abgeschirmt.

Die Einfahrt zur Kita wird vom Emsweg aus dicht hinter der Kapelle herführen und auf dem Gelände in einen kleinen Rundweg übergehen. So können Eltern ihre Kinder direkt am Eingang absetzen, erläutert das Kirchenvorstandsmitglied.

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Ein paar Tage seien die Handwerker zwar in Verzug, aber die ließen sich noch aufholen, ist Teigeler überzeugt. Am 1. August soll der Neubau der sechsten Saerbecker Kita, die vierzügig in Trägerschatz der Pfarrgemeinde St. Georg entsteht und die die provisorische Einrichtung zwischen der St.-Marien-Kita und dem Seniorenzentrum ersetzt, eröffnet werden.

Der Bau schlägt laut Teigeler mit rund 2,1 Millionen Euro zu Buche, 90 Prozent der Kosten übernimmt das Land NRW, die restlichen Mittel fließen aus der Bistumskasse.

Geplant ist ein eingeschossiger Flachdachbau in L-Form, der lediglich im mittleren Bereich von einem Pultdach überragt wird, unter dem sich ein kleiner Versammlungsraum befinden wird. Nach den Worten des Architekten, den die Pfarrgemeinde beauftragt hat, soll ein „relativ energieautarkes“ Gebäude entstehen. So kommt etwa für die Energieversorgung eine Wärmepumpe zum Einsatz. Vorgesehen ist zudem, das komplette Dach der Einrichtung zu begrünen.

Neben Gruppen- und Nebenräumen ist in dem Entwurf auch Platz für eine kleine Mensa mit Speisesaal vorgesehen. Es gibt ein großes rundförmiges Foyer sowie einen überdachten Eingangsbereich. Gedacht wurde ferner an einen wetterfesten Abstellplatz für Fahrräder und ähnliche Gefährte.

Die Kita Regenbogen ist zurzeit in Pavillons zwischen der St.-Marien-Kita, die sich ebenfalls in Trägerschaft der Pfarrgemeinde befindet, und dem Seniorenzentrum am See untergebracht und wurde dort zum August 2019 bereits von zwei auf drei Gruppen erweitert.

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