Steinfurt
Marathon im Fahrradsattel

Dienstag, 17.06.2008, 16:06 Uhr

Burgsteinfurt. Die drei Burgsteinfurter Franz-Josef Beermann, Wolfgang Kranz und Knut Aengenheyster (alle Mitglieder des RSV Friedenau) haben mit dem Radmarathon Ochtrup-Amsterdam-Ochtrup eine ganz besondere Herausforderung angenommen – und das Ziel erreicht. Das Trio hat 360 Kilometer im Sattel gesessen und die Strecke in weniger als 20 Stunden bewältigt.

Mit insgesamt 17 Teilnehmern unter der Führung von Thorsten Stening aus Ochtrup macht sich die Gruppe nachts um 2 Uhr auf den Weg. Um 2.30 Uhr wird die Landesgrenze passiert. Es geht durch die Provinz Twente. Auf der Fahrt Richtung Deventer fängt es an zu dämmern. Gegen 7.30 Uhr erreichen die Fahrer das in einer wunderschönen Heidelandschaft liegende Appeldorn und durchqueren den Nationalpark „Hoge Veluwe“ mit dem berühmten Kröller-Müller-Museum, das eine große Vincent-van-Gogh-Sammlung beheimatet. Die Fahrt führt von Regenschauern und Kälte begleitet weiter Richtung Westen. Etwa acht Kilometer vor dem Wendepunkt kommt es zu einem Sturz, der bis auf eine kleine Schürfwunde glimpflich verläuft. Gegen 11 Uhr ist der Wendepunkt Driemond (östlichster Stadtteil von Amsterdam ) erreicht. Bevor der Rückweg angetreten wird, kehrt man in eine kleine Pizzeria ein, um Nudel-Brennstoff aufzutanken. Nach einem „Belegfoto“ am Ortsausgang von Amsterdam geht es heimwärts. Der Wind kommt von Westen und steht damit für die Radsportler günstig. Im „Hoge Veluwe“ werden die Fahrer von der zweiten Regenwelle eingeholt, die bei einigen Fahrern zu starker Auskühlung und damit zu einem hohen Kalorienbedarf führt. Mit Bananen und Powerriegeln wird den Körpern wieder Energie zugeführt. Am späten Nachmittag kommt dann für kurze Zeit die Sonne durch. Die Moral steigt, jedoch werden die Beine immer schwerer. Die Fahrer wechseln sich nun öfter in der Führung ab, damit alle gemeinsam das Ziel erreichen.

Um 20.45 liegt Ochtrup unmittelbar in Reichweite. Mit einer Polizeieskorte und unter dem Jubel zahlreicher Zuschauer und Angehöriger läuft man nach knapp 19 Stunden vor dem OT-Heim in Ochtrup ein. Es ist geschafft, das selbst gesteckte Zeitziel von 20 Stunden sogar deutlich unterschritten. Die 360 Kilometer wurden in 14,3 Stunden mit einem Stundenmittel von 24,5 km/h zurückgelegt.

Alle Teilnehmer sind überglücklich und stolz auf ihre Leistung. „Es war ein anstrengendes aber auch ein tolles Erlebnis mit vielen Eindrücken und des Kennenlernens der eigenen Leistungsgrenzen“, beschreibt Knut Aengenheyster seine Eindrücke von diesem Marathon.

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