Steinfurt
Faszination am Füchtener Himmel

Freitag, 01.05.2009, 20:05 Uhr

Borghorst - Sonne satt über Füchten, Nebel und Nieselregen über dem Rest des Münsterlandes. Karl Heidler hatte dafür eine einfache Erklärung, wenn auch keine meteorologische. „Das ist das Glück der Tüchtigen“, stellte der Vorsitzende der Luftsportgemeinschaft Steinfurt beim gestrigen Flugplatzfest zum 50-jährigen Bestehen des Segelfluggeländes immer wieder fest. Dabei müssen die Freizeitpiloten fleißiger gewesen sein als ihre Kameraden in Bohmte. Die versanken nämlich bei ihrem Flugtag in der grauen Suppe, so dass zwei Oldtimer der Lüfte, die eigentlich auf dem Weg Richtung Wiehengebirge waren, in Borghorst kurzerhand „notlandeten“ und mit spektakulären Lufteinlagen das interessierte und in mehrere 1000-Mann-Stärke angetretene Bodenpersonal zum Staunen brachten.

Aber auch das von den LSGlern in Eigenregie organisierte Programm konnte sich sehen lassen. Ziel des Tages: Fliegen zum Anfassen bieten und den Funken überspringen lassen. Dafür hatte der Verein nicht nur die eigene Luftflotte aufgeboten. Modellflieger, Fallschirmspringer, befreundete Hobbypiloten mit ihren Maschinen, Ballonfahrer und sogar die Bundeswehr mit einem tonnenschweren Transport-Hubschrauber zeigten die verschiedenen Facetten des „In-die-Luft-Gehens“ auf.

Nach einem anstrengenden Tag zogen die Mitglieder am Abend ein Fazit, das kaum besser ausfallen konnte. Vorstandsmitglied Matthias Gudorf : „Es ist wirklich super gelaufen.“ Auch die Rückmeldungen der Gäste sei überaus positiv ausgefallen. Er bedauerte, dass bei dem riesigen Andrang oft nicht die Zeit war, sich intensiv über das schöne Hobby zu unterhalten. Was hätte besser laufen können? Gudorf fiel nur der Aufbau der Hüpfburg ein. Dabei brach sich ein Vereinskollege den Arm.

Der Tag war mit viel Prominenz gestartet. Landrat, Bürgermeister aus Steinfurt und Emsdetten sowie der Aeroclub beglückwünschten die Luftsportgemeinschaft zum runden Flugplatzgeburtstag. LSG-Vorsitzender Karl Heidler nutzte die Gelegenheit, um kräftig über Regulierungswahn und Behördenwillkür zu schimpfen. Das sei die größte Bedrohung des friedlichen Hobbys Fliegen. Heidler stellte außerdem die Jugendarbeit in den Vordergrund. Ein Drittel der Mitglieder sei unter 25 Jahre alt. Der Präsident des Aeroclubs NRW, Stefan Klett, betonte, dass die LSG durch ihr Engagement auf allen Ebenen im Land eine feste Größe sei.

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