Steinfurt
Wildschwein ist Delikatesse

Steinfurt - Obelix würde es freuen, die Naturschützer und Landwirte weniger: Die Wildschweine kommen nach Steinfurt. Fünf bekamen die Jäger in diesem Jahr in Dumte schon vor die Flinte. Sie wollen mit der Wildschweinjagd in erster Linie größere Schäden in Wald und Flur vermeiden. Aber, auch das geben die Weidmänner gerne zu, das Fleisch der Schwarzkittel ist eine echte...

Freitag, 23.10.2009, 14:10 Uhr

Steinfurt - Obelix würde es freuen, die Naturschützer und Landwirte weniger: Die Wildschweine kommen nach Steinfurt. Fünf bekamen die Jäger in diesem Jahr in Dumte schon vor die Flinte. Sie wollen mit der Wildschweinjagd in erster Linie größere Schäden in Wald und Flur vermeiden. Aber, auch das geben die Weidmänner gerne zu, das Fleisch der Schwarzkittel ist eine echte Delikatesse . „Leider“, bedauert Hegeringsleiter Dietmar Mikolaiski , „weiß das kaum einer.“ Komik-Held Obelix ist da wohl wieder die rühmliche Ausnahme . . .

Damit sich das ändert, gehen die Hegeringsmitglieder in die Öffentlichkeits-Offensive. Nicht nur für Wildschweinbraten. Dietmar Mikolaiski: „Wild ist generell nicht nur sehr lecker, sondern auch gesund.“ Aber dafür schwer zuzubereiten, oder? Der Hegeringsleiter schüttelt energisch mit dem Kopf: „Das ist genauso ein Vorurteil wie das von dem strengen Geschmack.“

Ente, Fasan, Hase, Wildschwein, Reh - die kulinarische Bandbreite, die die heimischen Wildtiere bieten, ist groß. Noch größer ist da nur noch die Zahl der Rezepte, mit der die vom Jäger erlegte Beute schmackhaft auf den Tisch kommt. Steak, Gulasch oder Braten, der Art der Zubereitung sind nach den Worten der Jäger keine Grenzen gesetzt.

Die örtlichen Jäger, so betont Mikolaiski, bürgen für Qualität. „Für den Verzehr von Wildbret gelten strenge Vorschriften, die von uns natürlich strikt befolgt werden.“ So müsse kein Hobbykoch Bedenken haben, dass er verdorbenes Fleisch erstehe. Idealerweise sieht der Weg eines Rehrückens aus dem Wald in den Kochtopf so aus: Das Wild wird mit einem platzierten Schuss erlegt und noch vor Ort aufgebrochen, das heißt die Innereien werden entfernt und sorgfältig auf Krankheiten oder andere Auffälligkeiten hin untersucht. Dann geht es sofort in die Kühlkammer, wo das Fleisch bei vier bis sieben Grad drei bis vier Tage abhängt.

Der Hegering Steinfurt vermarktet Wild direkt. Das heißt, die Mitglieder können von Interessierten ohne Umwege angesprochen werden. Dietmar Mikolaiski ist sich sicher: „Wer es einmal probiert hat, ist nachher ganz wild auf Wild.“

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