Steinfurt
Rätselhafte Stangen

Montag, 10.05.2010, 16:05 Uhr

Burgsteinfurt - Der neue Bahntrassenradweg auf der ehemaligen Linie Rheine-Coesfeld erfreut mittlerweile viele Radfahrer, Inlineskater und Fußgänger. Aber er gibt auch Rätsel auf: Was zum Beispiel haben die seltsamen Stangen an den alten Bahnübergängen zu bedeuten? Marcus Tesker, Vorsitzender des Eisenbahn-Clubs Nordwest-Münsterland (ECN) hat nachgefragt und kennt die Lösung: „Viele Bürger spekulieren, das Ganze habe mit der Wertigkeit der Übergänge zu tun. Andere wiederum glauben, die Stangen sollen Radfahrer vor Kreuzungspunkten mit Straßen warnen. Doch beides ist falsch.“ Richtig ist, dass die Stangen an allen Eingangspunkten zum Bahntrassenradweg stehen - und nicht nur an ehemaligen Bahnübergängen. Tesker weiter: „In Burgsteinfurt wird das demnächst ganz deutlich sichtbar, denn dort wird es Rampen und Eingänge geben, die nicht an ehemaligen Bahnübergängen liegen.“ Die Stangen sind in Wirklichkeit Wegbegleiter. Durch ihre rot-weiße Markierung an den Köpfen schaffen sie eine optische Verbindung zur Eisenbahntradition, denn Schranken sind auch rot-weiß.

Da der Bahntrassenradweg hin und wieder die ehemalige Streckenführung verlässt, soll en die Wegbegleiter dem Nutzer zeigen, dass er sich auf noch dem Radweg befindet, auch wenn es nicht immer so aussieht. Tesker weiter: „Ist es ersichtlich, dass es sich um den Bahntrassenradweg handelt, stehen je Seite eine oder drei Wegbegleiter am Eingang. Ist es nicht unbedingt ersichtlich, stehen sogar fünf Stück nebeneinander, damit jeder sofort erkennen kann, wo er sich befindet.“

Darüber hinaus gibt es auch Punkte, die beides haben, wie beispielsweise der ehemalige Bahnübergang in St. Arnold . Auf der Seite Richtung Hauenhorst stehen fünf Wegbegleiter nebeneinander, da der Weg dort direkt an einem Firmengelände vorbeiführt und dieser schnell als Straße wahrgenommen werden kann. Auf der anderen Seite, am Bahnhof St. Arnold, stehen drei Wegbegleiter gegenüber dem Bahnhofsgebäude an den Gleisen. Dort ist ein starker Bezug zum Bahntrassenradweg gegeben, da dieser direkt durch den Bahnhofsbereich führt.

Wenn der gesamte Radweg fertig ist, werden die Stangen auch Teil der Marketingstrategie sein, denn Radtouristen sollen durch die Wegbegleiter nie vom Weg abkommen. Ob sie die erwünschte Wirkung zeigen, schreibt der ECN, werde sich zeigen, aber eins hätten sie ganz sicher bewirkt - sie fallen auf und regen die Menschen an, sich ein paar Gedanken zu machen.

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