Steinfurt
Interkulturelle Wochen im September

Samstag, 24.12.2011, 21:12 Uhr

Steinfurt - Auf Einladung des Integrations-Beauftragten der Stadt, Günther Gromotka , trafen sich Vertreter verschiedener örtlicher Organisationen zum Meinungsaustausch zum Thema Integration.

Gromotka berichtet, dass an der Förderschule 50 Prozent, der Hauptschule Burgsteinfurt 40 Prozent, der Hauptschule Borghorst 30 Prozent und an den Gymnasien lediglich zwei Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben. Um in der Schule Erfolg zu haben, sei das Erlernen der deutschen Sprache sehr wichtig, heißt es weiter in dem Pressebericht.

Etwa bei 20 Prozent aller Kinder bestehen Sprachdefizite zum Zeitpunkt der Einschulung. Mangelhafte Sprachkenntnisse führen zum Förderschulbesuch, Schulunlust und Klassenwiederholungen.

Die Landesregierung hat im Jahr 2004 beschlossen, in den Kindertagesstätten Sprachstandserhebungen durchzuführen. Zu diesem Thema war Angelika Wiedau-Gottwald eingeladen, die sich als Lehrerin eingehend mit der Sprachstandserhebung beschäftigt und die Test in Kindertagesstätten durchgeführt hat.

Sie schilderte anschaulich den Sprachtest für Vierjährige (Delfin 4), der seit März 2007 in Nordrhein-Westfalen vorgeschrieben ist. Landesweit haben 20 bis 24 Prozent der Kinder einen Sprachförderbedarf. Dabei stammt jedoch nur etwa die Hälfte der Kinder aus Zuwandererfamilien.

Die interkulturellen Wochen 2010 waren ein weiterer Schwerpunkt des Runden Tisches. Wie schon in den letzten Jahren wird es auch in diesem Jahr im September Veranstaltungen dazu geben. Geplant ist bisher das gemeinsame Fastenbrechen, das am 4. September in der Kunsthalle stattfinden wird. Dort wird mit Beteiligung der Moscheevereine und der Kirchengemeinden der abendliche Abschluss des Fastentages im Ramadan begangen. Neben dem gemeinsamen Essen dient das Treffen dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Informationsaustausch.

Das „Cactus - Junges Theater“ aus Münster wird am 17. September das Stück „Von Vätern“ im Gymnasium Arnoldinum spielen, einmal um 12 Uhr als Schul- und um 19 Uhr als öffentliche Veranstaltung. 13 Jugendliche machen sich auf die Suche nach dem, was Vatersein ist oder sein könnte. Das Bündnis für Familie in Steinfurt bietet die Lesung von Aygen-Sibel Celik an, die in der Hauptschule am Bagno aus ihrem Buch „Seidenhaar“ lesen wird. Dabei geht es um zwei jungen Türkinnen, von denen eine aus Überzeugung ein Kopftuch trägt, die andere aus Überzeugung keins trägt.

Das Programm der Interkulturellen Wochen wird von vielen Institutionen und Einzelpersonen gestaltet und durchgeführt. Die Terminübersicht wird ab Mitte August an vielen Stellen in Steinfurt ausliegen. Wer sich noch beteiligen möchte, kann dies bei Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst anmelden: 0 25 52/63 94 43, jmd@ev-jugendhilfe.de.

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