Steinfurt
Kündigungen nicht ausgeschlossen

Mittwoch, 14.07.2010, 14:07 Uhr

Borghorst - Den Namen Arnold Kock will Ralph Schmid erhalten. Das hat sich der Insolvenzverwalter zum Ziel gesetzt: „Mir geht es darum, den Textilbetrieb fortzuführen.“ Ob das jedoch mit allen der zurzeit noch 90 Mitarbeiter gehen wird, Schmid will sich nicht festlegen. Es gebe Überlegungen, den Personalbestand anzupassen, weil einige Arbeitsleistungen nicht mehr benötigt würden. Der Insolvenzverwalter drückt sich bewusst vorsichtig aus. Von Kündigungen mag er nicht sprechen, auch wenn im Unternehmen Gerüchte kursieren, dass 20 Stellen wegfallen werden.

In der kommenden Woche will sich Schmid erst einmal mit Vertretern des Betriebsrates zusammensetzen: „Gemeinsam werden wir erörtern, wie es weitergehen kann.“ Noch hat Arnold Kock Textil Kurzarbeit angemeldet. Ein Ende sei nicht in Sicht, sagte der Insolvenzverwalter gestern im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten . Und er gibt offen zu: „In einem solchen Fall sind Kündigungen eigentlich zwangsläufig.“ Trotzdem ist er noch zuversichtlich. Schließlich hofft Schmid, schon in den nächsten Tagen Gespräche mit potenziellen Interessenten zu führen: „Davon hängt einiges ab.“ Vielleicht sei ja jemand bereit, alle Kock-Mitarbeiter zu übernehmen. Bevor nichts definitiv ist, sind für den Insolvenzverwalter alle Optionen offen: „Wir wollen auch nichts übers Knie brechen.“ Schnellschüsse seien nicht sein Ding. Schmid hat einen Businessplan bis Ende 2011 aufgestellt: „Ich möchte die Sache ordentlich abwickeln und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten.“

Dass der ehemalige Kock-Geschäftsführer Bernd Geene, Vertriebsleiter Joachim Wagnitz und eine weitere Ex-Mitarbeiterin einen neuen Job haben sollen, davon hat Ralph Schmid auch erfahren: „Ich weiß nichts Genaueres.“ Allerdings: Wenn es stimmt, was er gehört hat, sind die Drei ab dem 1. August bei einem Konkurrenten im niedersächsischen Bramsche angestellt, der in den vergangenen Wochen Interesse an einer Übernahme von Arnold Kock Textil geäußert hat: „Uns liegt von dort aber noch kein konkretes Angebot vor.“

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