Steinfurt
Politiker wollen Informationen

Mittwoch, 03.11.2010, 16:11 Uhr

Steinfurt - „Wenn demnächst in Nordwalde Erdgasbohrungen mit dem Ziel vorgenommen werden, in die Förderung einzusteigen, dann sollten bei uns alle Alarmglocken schrillen.“ Die Steinfurter GAL begleitet das Vorhaben der Exxon Mobil Deutschland in der Bauerschaft Scheddebrock (die WN berichteten) mit Skepsis, wie die Grün-Alternative Liste in einer Pressenotiz schreibt: „Gerade die prekäre Lage des betroffenen Standortes in seiner unmittelbaren Nähe zum Grundwasserreservoir Münsterländischer Kiessandzug erfordert unser Handeln.“ Ratsmitglied Gerald Müller erläutert: „Auch die Stadtwerke Steinfurt bedienen sich mit dem Förderbrunnen Ahlintel dieser Trinkwasserquelle. Der Einfluss der bei der Bohrung eingesetzten Chemikalien auf solche Grundwasservorkommen ist nicht untersucht und somit mit hohen Risiken verbunden.“

Wenn Exxon das Münsterland für die Erdgasförderung nutzbar machen wolle, sei Anlass zur Sorge geboten: „Die Genehmigungsbehörden mit dem aktuellen Bergrecht sind auf solche Prozesse nicht vorbereitet, und es fehlen bislang gesicherte Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen“, ergänzt GAL-Fraktionssprecher Christian Franke. „Wir wollen, dass der Stadtrat und die Öffentlichkeit über die mit der Erdgasbohrung verbundenen Risiken informiert sind.“

Dass eine entsprechende Initiative von SPD und GAL von der Verwaltung als auch von den anderen Fraktionen aufgegriffen wurde, freut die GAL. Schon in der nächsten Sitzung des Rates sollen Fachleute gehört werden. Die GAL hat hierzu erste Kontakte zur Interessengemeinschaft gegen die Gasbohrung im Scheddebrock vermittelt.

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