Steinfurt
Paulus-Brief hat nichts an Aktualität eingebüßt

Dienstag, 25.01.2011, 15:01 Uhr

Burgsteinfurt - „Machen wir uns gerade im Jahr der Taufe beider Kirchen bewusst, dass es mehr gibt, was uns gemeinsam ist, als das, was uns trennt“, hat Pfarrer Guido Meyer-Wirsching zu Beginn der Ökumenischen Bibelwoche am Montagabend im Martin-Luther-Haus den Geist der christlichen Gemeinschaft beschworen. Sieben Tage steht der Brief des Apostels Paulus an die Epheser im Mittelpunk. Er wurde um 90 n.Chr. in der römischen Provinz Asia (heute westliche Türkei) geschrieben. „Manche Forscher nehmen an, dass er von einem Paulusschüler verfasst wurde, der im Namen des Apostels schrieb“, erklärte Dr. Thomas Witulsky von der Evangelischen Theologischen Universität Bielefeld , in seiner Einführung.

Der besondere Reiz des Briefes liege darin, zu sehen, wie der Verfasser am Ende des ersten Jahrhunderts die wichtigsten Gedanken von Paulus aufgreift und sie nach dem Tod des Apostels in die zweite Generation überträgt. Der Brief war ein Rundschreiben für die weit verstreuten Gemeinden im paulinischen Missionsgebiet. Er macht deutlich, was sie bei aller Unterschiedlichkeit verbindet. Das erklärt seine Aktualität und Bedeutung für die Ökumene heute.

Im Anschluss an den Vortrag wurde die Diskussion eröffnet. Witulsky hob dabei noch einmal auf das Geschichtsverständnis und Eschatologie (die Lehre von der Hoffnung auf Vollendung der Schöpfung) im Epheser-Brief ab.

Der Ökumenische Arbeitskreis hat die weiteren Veranstaltungen in dieser Woche vorbereitet. Alle Teilnehmer sollen sich einbringen können. Die Ethik war der Schwerpunkt der Bibelgesprächskreise gestern Abend in vier Gastfamilien. Heute (26. Januar) wird die Bibelwoche im Kino, Horstmarer Straße, fortgesetzt. Um 20 Uhr wird dort „Eine wahre Geschichte“ gezeigt.

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