Steinfurt
Schandfleck oder Magnet für Touristen?

Mittwoch, 06.04.2011, 14:04 Uhr

Steinfurt - Schandfleck in der Landschaft oder Anziehungspunkt für Touristen und damit ein Beitrag zur städtischen Wirtschaftsförderung? Einig waren sich die Mitglieder des Planungsausschusses am Dienstag nicht. Die für einen Bau eines Campingplatzes am Hof Köninck notwendigen weiteren Verfahrensschritte wurden aber mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit auf den Weg gebracht. Foto:

„Ein Campingplatz verschandelt die Natur, die landwirtschaftlichen Betriebe werden gefährdet, der Platz bringt keine nennenswerten Vorteile für die Stadt“, konstatierte Hans-Günther Hahn und stellte sich damit gegen die mehrheitliche Meinung seiner CDU-Fraktion. Leute aus dem Ruhrgebiet kämen am Wochenende mit vollgepacktem Kofferraum und würden kaum Geld in der Stadt lassen. Außerdem, so die Ansicht von Hahn, berge so ein Platz die Gefahr von Randale. „Da muss man bloß mal gucken, was am Wochenende am Haddorfer See so los ist.“

Paul Kleyer von der FDP, GAL-Sprecher Gebhard Niehues und Dr. Reinhold Dankel (FWS) unterstützten den Christdemokraten in seiner SAnsicht. Von der Mehrheit des Ausschusses gab es aber heftigen Widerspruch. Reinhard Abbeling (SPD) sprach von einem wichtigen Beitrag auf dem Weg hin zum Erholungsort. Durch einen Campingplatz könnten auch junge Leute in die Stadt geholt werden.

Den Vorwurf, durch den Campingplatz würden wertvolle Biotope zerstört, wollte der potenzielle Betreiber Köninck nicht auf sich sitzen lassen. Seine Familie bemühe sich seit Generationen um die Pflege der Landschaft,

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