Steinfurt
Das „Monster“ wird gezähmt

Donnerstag, 07.07.2011, 18:07 Uhr

Burgsteinfurt - Als „stählernes Monster“ haben sie ihn geschmäht, als „Beleidigung für die Augen“, als „hässliche Konstruktion“ und „Schandfleck“, der umgehend wieder aus dem Houthschen Garten verschwinden müsse: ein Unterstellschuppen für zwölf Fahrräder und Mülltonnen, der nicht nur den Unmut des Heimatvereins provozierte. Der wollte nicht hinnehmen, dass das „Monster“ den Blick auf die eben erst freigestellt und restaurierte Stadtmauer verstellt.

Jetzt haben Heimatverein und Architekt, Eigentrümer, Stadtverwaltung und Denkmalschützer zusammengehockt, um einen Kompromiss zu finden. Ersatzlos abbauen kommt nämlich nicht in Frage, weil den älteren Bewohnern der Houthschen Häuser nicht zuzumuten ist, ihre - zunehmen elektrisch unterstützten - Fahrräder in den Keller zu wuchten.

Herausgekommen ist dabei der Plan eines um 90 Grad gedrehten und auf den Parkplatz verschobenes Gebäude, das nicht mehr an die Stadtmauer stößt und den Blick darauf weitgehend freigibt.

Damit es sich an die Umgebung (und das angrenzende Wohnhaus Kirchstraße 23) anpasst, soll als Sichtschutz zur Straße eine Wandscheibe aus dem gleichen Mauerwerk wie das des Hauses aufgestellt werden; daran lehnt sich eine Verkleidung aus gestanztem Aluminiumblech.

Der Planungsausschuss tagt Dienstag (12. Juli) um 18 Uhr im Rathaus.

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